Corona-Jahr: Geschäft mit Streaming-Abos boomt

  • Im Corona-Jahr 2020 war für viele Menschen Netflix und Co. besonders heilig.
  • Das zeigen zumindest die Umsatzzahlen: Die Branche für Bezahlfernsehen und Streamingangebote setzte 4,2 Milliarden Euro um.
  • Die Zahl der Streaming-Abonnenten soll laut Prognose dieses Jahr erstmals die Marke von 20 Millionen überschreiten.
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Berlin. Die Umsätze auf dem Markt für Bezahlfernsehen und Streamingangebote sind 2020 weiter gestiegen. Die Branche setzte im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt 4,2 Milliarden Euro um, wie der Privatsenderverband Vaunet am Dienstag in Berlin mitteilte. 2019 hatten die Umsätze noch bei 3,8 Milliarden Euro gelegen. Wachstumstreiber war laut Vaunet allein das Geschäft mit digitalen Streamingangeboten.

Beim Pay-TV gab es zwar einen Rückgang auf 2,1 Milliarden Euro (2019: 2,3 Milliarden Euro), dennoch bleibt das klassische Bezahlfernsehen umsatzstärkstes Einzelsegment der Branche.

Abos erzielen 1,6 Milliarden Euro Gesamtumsatz

Auf dem deutschen Streamingmarkt ist den Angaben zufolge das Geschäft mit Abonnements, wie sie etwa bei Netflix abgeschlossen werden müssen, das stärkste Segment: Mit dem sogenannten Subscription-Video-on-Demand (SVoD) wurde 2020 demnach einen Gesamtumsatz von 1,6 Milliarden Euro erzielt (2019: 1,2 Milliarden Euro). Für 2021 werden 1,8 Milliarden Euro erwartet.

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Im Corona-Jahr 2020 habe der Markt für Streaming pandemiebedingt einen Schub erhalten, dennoch sei nun kein Rückgang zu beobachten, und die Nutzungszahlen blieben weiter auf hohem Niveau, sagte Henning Nieslony, Co-Geschäftsführer der RTL-Streamingplattform TV Now.

2021 erstmals über 20 Millionen Abonnenten möglich

Die Zahl der Streaming-Abonnenten lag 2020 bei deutschlandweit 17,5 Millionen und soll laut Vaunet-Prognose im laufenden Jahr erstmals die Marke von 20 Millionen überschreiten. Im Durchschnitt habe ein deutscher Haushalt inzwischen rund zwei Streaming-Abos abgeschlossen, sagte Nicole Agudo Berbel, Geschäftsführerin der ProSiebenSat.1-Tochterfirma Seven.One Entertainment Group.

RND/epd

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