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Monitore im Test: Für Büroarbeit geeignet – als Fernseh-Ersatz nicht

24 oder 27 Zoll? Curved oder normal? Günstig oder teuer? Als Laie kann sich der Kauf eines neuen Monitors als recht schwierig erweisen – zu groß ist mittlerweile das Angebot. Stiftung Warentest hat 15 gängige Geräte auf Hertz und Zoll getestet.

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Hannover. Manche Menschen gucken quasi den ganzen Tag auf ihren Monitor. Morgens bei der Arbeit geht es am PC los, zum Feierabend entspannt man sich beim Onlineshopping und der Tag endet dann vor dem Fernseher. Da müssen gute Modelle her. Aber müssen es immer die teuersten sein? Und welcher Monitor ist sogar rückenfreundlich? Den gängigsten Fragen rund um Monitoren ist die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe (8/2019) nachgegangen.

Getestet wurden 15 Geräte mit Bildschirmdiagonalen von 60 bis 69 Zentimetern, was 24 und 27 Zoll entspricht – diese Monitore werden laut Stiftung Warentest derzeit am häufigsten gekauft. Neun von den Monitoren schnitten gut ab, sechs befriedigend. Die Preise lagen zwischen 130 und 520 Euro.

Diese Kriterien wurden berücksichtigt:

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Unter dem Oberbegriff „Bildqualität“ wurden Standbilder über HDMI in einem Sehtest beurteilt, auch Videos wurden auf Qualität getestet. Die Farbgleichmäßigkeit und Grauabstufungen des Monitors wurden untersucht, sowie die Schnelligkeit des Bildaufbaus und ob der einwandfreie Blickwinkel gegeben ist. Auch direkte und indirekte Reflexionen wurden an der Bildschirmoberfläche gemessen.

Neben diesen Kriterien stand auch die Handhabung im Fokus. Wie verlief das Einrichten des Bildschirms, wie ist die Menüstruktur? Die Gebrauchsanleitung wurde ebenfalls überprüft und wie lange der Monitor braucht, aus dem Standby aufzuwachen. Positiv bewertet wurden außerdem Zusatzfunktionen wie Lichtsensoren oder Lautsprecher. Zum Schluss spielten auch ökologische Eigenschaften, wie der Stromverbrauch beim Testergebnis eine Rolle.

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Der günstigste Gute kostet 130 Euro

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So richtig versagt hat keiner der getesteten Monitore – neun bekamen das Urteil „gut“. Doch einer unter ihnen besticht durch den Preis: Der 24-Zoll-Monitor von Dell für 299 Euro ist der Günstigste unter den Besten. Er schneidet bei Bildqualität, Handhabung und Vielseitigkeit gut ab, beim Stromverbrauch sogar sehr gut. Noch günstiger und auch als gut bewertet (2,5) ist der HP 24fh. Er kostet nur 130 Euro, seine Bildqualität hält mit der der Sieger mit.

Wer viele Stunden vorm Monitor verbringt, sollte dies möglichst rückenfreundlich tun. Um die richtige Position zu finden, bieten sich höhenverstellbare Monitore an. Diesen Zusatz hatten allerdings nur zehn der 15 getesteten Monitore. Am flexibelsten erwies sich der FlexScan von Eivo, der sich um 16 Zentimeter verstellen lässt. Außerdem punktet der Monitor durch einen integrierten Umgebungslichtsensor, der die Helligkeit an das Umgebungslicht des Monitors anpasst.

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Fotos bearbeiten und zocken

Wer seinen PC zur Fotobearbeitung nutzt, braucht einen hochauflösenden Bildschirm mit guter Farbwiedergabe. Dazu eigneten sich drei Monitore im Test am besten, unteranderem der teuerste. Der LG 27UK850-W überzeugt mit UHD – ultrahochaufgelösten Bildern, ist mit 520 Euro aber auch nicht der günstigste.

Wer gerne zockt, ist mit einem Curved Monitover gut ausgestattet. Diese lassen die Spielwelt größer und räumlicher wirken.

Kein Fernseh-Ersatz

Die Tester kamen bei allen Monitoren zu dem Ergebnis, dass sie kein Ersatz für einen Fernseher sind. Für Youtube-Videos reiche ihre Bildqualität aus, doch mit flüssigen Bewegungen tun sich die Geräte schwer. Bei Actionszenen oder schnellen Ballwechseln beim Fußball ruckelt das Bild, so Stiftung Warentest.

Beim Kauf empfehlen die Experten abschließend, besonders auf eine gute Bildqualität zu achten. Auch die Reflexion ist wichtig, denn sonst hat man nervige Schatten oder Sonnenstrahlen auf dem Bildschirm. Um das zu vermeiden, sollte der Monitor nicht vor oder hinter dem Fenster stehen.

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Von RND/ame