• Startseite
  • Digital
  • Künstliche Intelligenz generiert 100.000 Gesichter aus dem Computer

Künstliche Intelligenz generiert 100.000 Gesichter aus dem Computer

  • Die Künstliche Intelligenz eines US-amerikanischen Unternehmens hat 100.000 Stockfotos erstellt.
  • Obwohl sie täuschend echt aussehen, handelt es sich dabei nicht um echte Menschen.
  • Der Mechanismus basiert auf einer Datenbank aus 29.000 Fotos.
Anzeige
Anzeige

Sie sehen aus wie der Nachbar oder die Nachbarin von nebenan und sind dennoch nicht echt: Was auf den ersten Blick wirkt wie ein Mensch aus Fleisch und Blut, besteht in Wahrheit einzig und allein aus Tausenden Pixeln, die von einer Künstlichen Intelligenz zusammengesetzt wurden.

Das US-Unternehmen "Icons8" hat auf seiner Webseite "generated.photos" jüngst 100.000 Datenbank-Bilder veröffentlicht, die ganz ohne Persönlichkeitsrechte auskommen. Die Bilder stehen in einem Google-Drive zum Download bereit und können kostenlos verwendet werden.

29.000 Fotos von 69 Modellen

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Auch wenn das ein oder andere Bild kaum von einem echten Menschen zu unterscheiden ist, lässt sich die KI meist auf den zweiten Blick enttarnen. Das ist auch den Entwicklern bewusst: "Icons8"-Produkt-Designer Konstantin Zhabinskiy gab zu, dass einige der Gesichter etwas "daneben" aussehen, wie "The Verge" berichtet. Schielende Augen, Schlieren im Gesicht oder auffällige Fehler in der Frisur verraten, dass es sich nur um ein künstliches Bild handelt.

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Zur vollständigen Ansicht

Die verwendete KI basiert auf dem Style-GAN-Algorithmus des US-amerikanischen Entwicklers Nvidia. Die Technik greift dabei auf reale Fotos zurück ohne jedoch entsprechende Details zu kopieren. Um seinen Mechanismus zu trainieren, hat "Icons8" über drei Jahre hinweg mit 29.000 Fotos von 69 Modellen gearbeitet, die extra für diesen Zweck aufgenommen wurden. Für den vollen Service sollen Kunden bald die Möglichkeit haben, ihre gewünschten Stockbilder selbst zu generieren. So können sie selbst bestimmen, welches Geschlecht, Alter oder Haarfarbe die Personen haben sollen.

Mehr lesen: Die Grenzen der künstlichen Intelligenz: Als ich einmal einen Kugelschreiber kaufte

Anzeige
1 von 11
1 von 11
Bild 1.  @ Quelle: Generated Photo

KI-Einstieg in den Videomarkt

Anzeige

Den selben Algorithmus verwendeten auch zwei Professoren der University of Washington für ein Projekt: Auf der Website whichfaceisreal.com stellen sie Tausende virtuelle Porträts in einem Vergleich echten Fotos gegenüber. Der User kann mit einem Klick entscheiden, welches Bild eine reale Person zeigt und welches einen KI-Replikanten. Rund sechs Millionen Runden wurden von einer halben Million Menschen gespielt. Bei etlichen Motiven aus dem Computer meinte mehr als die Hälfte der Spieler, es handele sich um ein echtes Porträt.

Experten gehen davon aus, dass in wenigen Jahren nicht nur künstliche Fotos generiert werden können, sondern auch komplette Videos. „Wir denken, dass wir das weiter vorantreiben können, indem wir nicht nur Fotos, sondern auch 3D-Bilder erzeugen, die in Computerspielen und Filmen verwendet werden können", sagte Jaakko Lehtinen auf dem KI-Lab von Nvidia der „New York Times“.

Auch interessant: Künstliche Intelligenz in der Medizin kann mit menschlichen Experten mithalten

RND/mkr/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen