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  • Kein digitaler Corona-Impfnachweis in Apotheken mehr: Woher bekomme ich das Zertifikat jetzt?

Nach Apothekenstopp: Wo bekommt man den digitalen Impfnachweis noch?

  • Die Ausstellung der digitalen Impfzertifikate in den Apotheken geht wieder los – doch der Neustart verläuft nur schrittweise.
  • Wer trotzdem einen Impfnachweis für das Smartphone bekommen möchte, kann sich noch an eine Arztpraxis wenden.
  • Das gelbe Impfheft ist weiter als Nachweis gültig – auch im Ausland.
Kristina Auer
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Berlin. Nach Berichten über eine Sicherheitslücke sollen Apotheken in Deutschland ab nächster Woche schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können. Das Bundesgesundheitsministerium teilte der Deutschen-Presse Agentur am Freitag mit, Apotheken würden in der nächsten Woche nach und nach Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen und somit wieder Impfzertifikate aushändigen können.

Für diejenigen, denen das angesichts der jüngsten Ereignisse zu unsicher ist, gibt es Alternativen. Wer sich das Zertifikat ausstellen lassen möchte, kann sich zum Beispiel an Arztpraxen wenden, empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI).

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Die besten Chancen auf einen digitalen Impfpass hat derzeit, wer sich in einer Praxis oder einem Impfzentrum impfen lässt, in dem das Zertifikat direkt vor Ort bei der Impfung ausgestellt wird. Diese Möglichkeit bieten allerdings nicht alle Praxen und Zentren, betont das RKI auf Nachfrage. Die Stellen müssten dazu stets mit neuen Updates der Software ausgestattet sein.

Impfzertifikat zum Download

Kann das Dokument beim Impftermin nicht ausgestellt werden, kann man sich nachträglich an eine Arztpraxis wenden, die den Service anbietet. Einige Praxen bieten das Ausstellen des Impfzertifikats sogar per Onlinesprechstunde an. Dafür müssen der Personalausweis, die Versichertenkarte und das gelbe Impfbuch zum Nachweis vorgezeigt werden.

Einige Impfzentren bieten das Impfzertifikat nachträglich zum Download an. Wer etwa im Hamburger Impfzentrum geimpft wurde, kann diesen Service in Anspruch nehmen. Die Berliner Impfzentren kooperieren mit dem Anbieter Doctolib. Nach der Impfung kann man sich dort das Zertifikat im persönlichen Onlinepatientenkonto downloaden. In Niedersachsen können sich Geimpfte den Nachweis über das Impfportal ausstellen lassen. Auch in Bayern wird das Zertifikat zum Download über das Portal zur Impfregistrierung angeboten.

Zusendung per Post braucht Zeit

Laut Robert Koch-Institut werden QR-Codes zum Einscannen in allen Bundesländern auch nachträglich per Post zugesendet. Wer eine Impfung erhalten hat, werde bei den Behörden für die Ausstellung des digitalen Impfzertifikates registriert. Dies sei unabhängig von dem Ort, an dem man geimpft worden sei. Allerdings brauche man hier Geduld, da die Reihenfolge der Ausstellung oft unregelmäßig sei.

Der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Roland Stahl, appelliert an die Geimpften, sich für die Ausstellung des digitalen Impfzertifikats nicht an viele verschiedene Praxen oder unbekannte Ärztinnen und Ärzte zu wenden. „Der digitale Impfpass ist nur eine Ergänzung, viel wichtiger ist das gelbe Impfheft“, so Stahl. Die Praxen seien mit dem Impfen und der Behandlung ihrer Patientinnen und Patienten bereits genügend ausgelastet. Besonders im Ausland sei der gelbe Impfausweis oftmals die bessere Wahl. „Niemand muss Angst haben, dass er nicht in den Urlaub fahren kann“, sagt Stahl.

Bei Fragen rund um den digitalen Impfpass kann man sich an das Robert Koch-Institut wenden. Dort ist für Auskünfte rund um Technik, Zertifikat und Apps die Hotline (0800) 47 47 001 eingerichtet.

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