Insolvenzverfahren eröffnet: Messenger Ginlo macht dicht

  • Vergeblich versuchte der Messenger Ginlo zwei Jahre lang den Markt zu erobern.
  • Nun ist das Geld ausgegangen – das Insolvenzverfahren wurde eröffnet.
  • Nutzern wird geraten, ihre Daten zu sichern, da diese bald gelöscht würden.
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München. Mit einem voll auf Privatsphäre ausgerichteten Konzept ging das Start-up Brabbler Mitte 2017 an den Start: Sein neuer Messenger Ginlo sollte die voll verschlüsselte Chat-Zentrale für jedermann werden. Noch im Frühjahr übernahm Brabbler den Messengerdienst Simsme samt Nutzern von der Deutschen Post AG.

Messenger wird zu Ende Dezember eingestellt

Doch jetzt ist dem Unternehmen das Geld ausgegangen, das Insolvenzverfahren eröffnet. Es sei nicht möglich gewesen, eine weitere Finanzierung zu sichern, wie Brabbler mitteilt. Ginlo werde zu Ende Dezember eingestellt.

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Bis dahin soll der Dienst noch weiterlaufen, allerdings im Minimalbetrieb ohne Kundensupport. Funktionen wie die Contentchannel für Privatnutzer oder DHL-Paketbenachrichtigungen werden laut Brabbler ab sofort deaktiviert.

Nutzer sollen Daten herunterladen und sichern

Nutzern, die noch Bilder, Videos oder Dateien aus Ginlo herunterladen möchten, rät Brabbler, dies gleich zu erledigen. Alle verschlüsselten Inhalte, Metadaten und personenbezogenen Daten würden spätestens Ende Dezember unwiederbringlich gelöscht.

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Ginlo ist ein Anagramm von Login. Hinter Brabbler stecken die Gründer des E-Mail-Dienstes GMX.

RND/dpa