Initiative hilft Opfern von Cybermobbing

  • Wer im Internet Hass und Hetze erfährt, kann sich wehren.
  • Eine neue Plattform soll dabei helfen, dass die Autoren von Hasskommentaren nicht ohne Strafe davonkommen.
  • Das Motto der Initiative lautet: “Erst anzeigen, dann löschen”.
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Hannover. Mit ein paar Klicks zur Strafanzeige: Justiz und Medien in Bayern haben Ende Oktober einen Kooperationsvertrag zur Bekämpfung von Hass im Internet unterzeichnet. Ziel ist es, Autoren von Hasskommentaren schneller strafrechtlich zur Rechenschaft ziehen zu können. Redaktionen können dazu ab sofort direkt im Netz Kommentare sogenannter „Hater“ zur Anzeige bringen. Mit Hilfe eines Onlineformulars und einer Cloud-Lösung können dabei Bildschirmfotos (Screenshots) vermeintlicher Straftaten direkt an die Staatsanwaltschaft übermittelt werden.

Strafen für Hater im Netz

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Geprüft werden die Anzeigen dann zentral für die bayerischen Redaktionen durch die Staatsanwaltschaft München I. Die Initiatoren der Aktion hoffen, dass Autoren von Hasskommentaren so weder auf Webseiten noch in den sozialen Netzwerken ohne Strafe davonkommen. Ob ein Strafverfahren eingeleitet wird, beurteilt bei der Staatsanwaltschaft die Abteilung für politisch motivierte Straftaten. Bis jetzt hätten sich der Initiative schon 60 Medienunternehmen angeschlossen. "Erst anzeigen, dann löschen", lautet das Motto.

Neue Plattform soll Verfolgen von Hatern vereinfachen

Der Präsident der Landeszentrale für neue Medien und Initiator der Aktion, Siegfried Schneider, sprach vom „Wort als Waffe“. Diese Waffe sei durch die Anonymität im Internet noch gefährlicher. Dank der neuen Plattform werde es künftig einfacher und effizienter, Täter von Hasskriminalität im Internet konsequent zu verfolgen. Parallel zur Initiative haben die Landtags-Grünen ein Antragspaket gegen "Hate Speech" (Hassrede) vorgelegt. Auch sie fordern, stärker gegen Hass und Hetze vorzugehen. Die Grünen verlangen unter anderem eine zentrale Beratungs- und Meldestelle für Opfer von Verunglimpfungen und Hassrede im Netz.

RND/dpa