Im Test: Das neue Game “Journey to the Savage Planet”

  • Mit “Journey to the Savage Planet” bekommen Fans kreativer Videospielentwürfe bereits zu Jahresbeginn ein echtes Highlight serviert.
  • Die abwechslungsreiche Genremixtur erweist sich schon nach kurzer Zeit als Spielspaß- und Humorgranate.
  • Das Spiel im Test.
Christian Neffe
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Hannover. Willkommen auf AR-Y 26! So lautet der kryptische Name des fremden Planeten, auf dem der Spieler zu Beginn von “Journey to the Savage Planet” landet. Im Auftrag des ominösen Konzerns Kindred Aerospace soll er den unbekannten Himmelskörper erforschen, um eine neue Heimat für die Menschheit zu finden. So zumindest die vorgebliche Aufgabe.

Schnell stellt sich jedoch heraus, dass dieser von riesigen Pilzen und seltsamen Kreaturen bevölkerte Planet schon einmal die Heimat einer intelligenten Lebensform war – darauf lassen monumentale Bauten einer außerirdischen Zivilisation schließen. Und je mehr Informationen ans Tageslicht gelangen, desto mehr erhärtet sich der Verdacht, dass es bei Kindred und seinem offenbar verrückten Boss nicht mit rechten Dingen zugeht.

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Wilde Erkundungstour mit zahlreichen Geheimnissen

Dieses Storygrundgerüst ist bereits ein lobenswerter Aspekt von “Journey to the Savage Planet”, zählt bei Weitem jedoch nicht zu seinen größten Stärken. Die finden sich an anderen Stellen dieser wilden Genremixtur, in der Ego-Shooter- und Jump-’n’-Run-Elemente auf Überlebens-, Rätsel- und Entdeckungsmechaniken treffen.

Primäres Ziel des Spielers ist es, vier verschiedene Habitate von AR-Y 26 zu erkunden und dabei Rohstoffe sowie Alien-Artefakte zu sammeln, die im Raumschiff mittels 3-D-Drucker in neue Ausrüstung und Verbesserungen investiert werden können. So lassen sich etwa ein Dreifachsprung oder ein Magnetgreifhaken freischalten, mit denen neue Bereiche erreicht werden können und die die Bewegung durch die weitläufigen Gebiete deutlich erleichtern.

Die abwechslungsreiche Flora und Fauna gibt sich überwiegend harmonisch, hat aber auch einige Gefahren zu bieten, gegen die sich der Spieler mittels Pistole sowie verschiedener Utensilien aus der Umwelt zur Wehr setzen kann. Den Großteil der Spielzeit macht jedoch die Erkundung der Welt und ihrer zahlreichen Geheimnisse aus. Das bereitet dank einer präzisen Steuerung und hohen Dynamik bereits eine Menge Freude.

Schwarzer Humor à la Douglas Adams

Das i-Tüpfelchen ist jedoch der allgegenwärtige bissige, schwarze Humor, der in seiner Verrücktheit an die Werke von Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“) erinnert. Seien es die zynischen Kommentare der KI „EKO“, die den Spieler begleitet und anleitet, die absurden Werbeclips, die im Raumschiff laufen, oder die Slapstick-Komik, die sich aus all den verrückten Ereignissen in der Welt ergibt: Dieses Spiel ist wahres Comedy-Gold und sorgt für Lacher am laufenden Band. Erst recht, wenn man das Abenteuer zusammen mit einem Freund im Online-Koop-Modus erlebt.

Wertung: 4,5 von 5 Punkten

Plattformen: Xbox One, Playstation 4, PC

Erscheinungsdatum: 28. Januar 2020

USK: ab 12 Jahren

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Preis: ca. 30 €

Entwickler: Typhoon Studios

Publisher: 505 Games