Huawei eröffnet eigenen Onlineshop in Deutschland

  • Trotz US-Sanktionen und Bedenken der Bundesregierung gegenüber einer 5G-Netzbeteiligung in Deutschland rüstet der chinesische Hightech-Riese Huawei weiter auf.
  • Als dritter Smartphone-Hersteller nach Apple und Samsung hat das Unternehmen jetzt in Deutschland einen Onlinestore.
  • Dort wird zum Start mit Nachlässen bis zu 19 Prozent geworben.
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Rund-um-die-Uhr-Service, freier Versand ab 99 Euro Bestellwert – mit diesen eher konventionellen Lockmitteln geht Huaweis Deutschland-Store ins Onlinerennen. Wer den Newsletter abonniert, erhält 19 Prozent Rabatt, also die Mehrwertsteuer geschenkt – allerdings nur „auf ausgewählte Produkte“. Künftig soll der Shop die erste Adresse für alle Huawei-Produkte sein. Auch etwas rare Modelle wie das Mate 30 Pro soll es im Shop geben.

Huawei, weltweit zweitgrößter Smartphone-Hersteller und größter Netzwerkausrüster, ist umstritten, weil dem chinesischen Unternehmen vorgeworfen wird, Spionagesoftware in seinen Produkten zu verwenden oder verwendet zu haben. Die USA gehen massiv gegen Huawei vor. So wurde der Technikriese auf eine schwarze Liste gesetzt und als Gefahr für die nationale Sicherheit eingestuft, die Kooperation mit US-Firmen wurde beschränkt.

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Auch drängen die USA ihre Partner wie Deutschland und andere Staaten, bei Ausbau ihrer Mobilfunknetze auf den schnellen 5G-Standard keine Technik von Huawei einzusetzen. In seiner Neujahrsbotschaft äußerte Huawei-Chef Eric Xu die Erwartung, dass das Unternehmen auch im neuen Jahr auf der schwarzen Liste bleiben wird. „Es wird ein schwieriges Jahr für uns.“ Trotz des Drucks der USA hatte der Konzern seinen Umsatz 2019 um rund 18 Prozent auf umgerechnet 108 Milliarden Euro steigern können.

Mit dem Shop will Huawei jetzt seinen deutschen Kunden einen einfachen Weg in die eigene Produktwelt anbieten. Dazu soll es extra Serviceangebote, viel Zubehör und immer wieder Rabattaktionen geben. Aktuell im Angebot ist das Mate 30 Pro, das im Rahmen der 19-Prozent-Akzent statt 1099 für 891 Euro zu haben ist. Aktion läuft bis zum 23. Januar 2020.

RND/dpa/dk