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Hackerangriff auf Düsseldorfer Uniklinik: Spur führt offenbar nach Russland

  • Im Zuge eines Cyberangriffs haben Unbekannte die IT der Düsseldorfer Uniklinik weitestgehend lahmgelegt.
  • Die Hacker verschafften sich Zugriff zu den Systemen und verschlüsselten wichtige Daten.
  • Laut des Justizministeriums Nordrhein-Westfalen werden die Erpresser in Russland vermutet.
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Düsseldorf. Nach dem Hacker-Angriff auf die Düsseldorfer Uniklinik führt eine mögliche Spur der Täter laut Justizministerium nach Russland. So hätten die Hacker eine Schadsoftware namens “DoppelPaymer” in das System eingebracht. Dieser sogenannte Verschlüsselungstrojaner sei bereits in zahlreichen anderen Fällen weltweit gegen Unternehmen und Institutionen von einer Hacker-Gruppe eingesetzt worden, die nach Einschätzung privater Sicherheitsunternehmen in der Russischen Föderation beheimatet sein soll. Das teilte das Ministerium von Nordrhein-Westfalen am Dienstag in einem Bericht an den Rechtsausschuss mit.

IT der Uniklinik ist noch nicht wieder einsatzbereit

Bei dem Hacker-Angriff vor zwei Wochen waren 30 Server der Uniklinik verschlüsselt worden - wobei die Erpresser offenbar eigentlich die Düsseldorfer Universität attackieren wollten. Das geht aus einem Schreiben hervor. Neben dem Ausfall von Telefonen und Computern war auch der Zugriffe auf Patientendaten nicht mehr möglich. Als die Polizei den Hackern ihren mutmaßlichen Fehler mitteilten, schickten sie einen digitalen Schlüssel. Die IT der Uniklinik ist weiter nicht voll einsatzbereit.

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Wegen des IT-Ausfalls musste eine lebensbedrohlich erkrankte Patientin in eine weiter entfernte Klinik nach Wuppertal eingeliefert werden. Ihre Behandlung verschob sich dadurch um eine Stunde. Später verstarb die Frau. Die Polizei ermittelt gegen die Hacker deswegen auch wegen fahrlässiger Tötung.

RND/dpa

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