Hacker greifen in der Corona-Krise vermehrt Krankenhäuser an

Cyberkriminelle haben nach Angaben von Interpol während der Coronavirus-Pandemie vermehrt auch große Unternehmen und wichtige Infrastrukturen ins Visier genommen.

Cyberkriminelle haben nach Angaben von Interpol während der Coronavirus-Pandemie vermehrt auch große Unternehmen und wichtige Infrastrukturen ins Visier genommen.

Lyon. Cyberkriminelle haben nach Angaben von Interpol während der Coronavirus-Pandemie vermehrt auch große Unternehmen und wichtige Infrastrukturen ins Visier genommen. Mehrere Mitgliedsstaaten hätten Angriffe mit schädlicher Software auf Regierungs- und medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser gemeldet, teilte die internationale Polizeiorganisation am Dienstag mit.

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Die Geschwindigkeit, mit der die Attacken zunähmen, sei alarmierend, sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Die wachsende Abhängigkeit vom Internet biete den Kriminellen neue Möglichkeiten, da die Online-Sicherheitsvorkehrungen vieler Unternehmen und Nutzer nicht auf dem neusten Stand seien, so Stock.

Coronavirus: Fake-Webseiten stiegen um 596 Prozent an

Eine Umfrage unter Mitgliedsstaaten habe ergeben, dass die Kriminellen Schadsoftware auch vermehrt zum Diebstahl von Daten einsetzten, teilte Interpol mit. Die Informationen der Umfrage stammten demnach zum Teil auch von Unternehmen des privaten Sektors. Im Zeitraum von Februar bis März 2020 stieg Interpol zufolge die Zahl der gefährlichen Webadressen, die die Stichwörter "Coronavirus" oder "Covid" beinhalteten um 569 Prozent an. Über die betrügerischen Domains könne beispielsweise Phishing betrieben oder schädliche Software bereitgestellt werden, erklärte die Organisation.

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Homeoffice stellt Schwachstelle da

Interpol warnte, dass die Internetkriminalität in naher Zukunft noch weiter zunehmen werde. Dies sei auch eine Schwachstelle der derzeitigen Situation mit vielen Angestellten im Homeoffice. Auch die Verbreitung von Falschnachrichten über das Virus Sars-CoV-19 verbunden mit schädlicher Software sei ein zunehmendes Problem, wie Interpol zufolge mehr als jedes fünfte Land bei der Umfrage angab.

Interpol sitzt im französischen Lyon und ist mit 194 Mitgliedsländern die wichtigste Polizeiorganisation der Welt. Über Interpol tauschen Staaten Informationen zu gesuchten Personen aus und melden Entwicklungen im Bereich der organisierten Kriminalität.

RND/dpa

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