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  • "Grounded" Release: Kann das Spiel überzeugen? Wir haben den Test gemacht

“Grounded” im Test: Kleines Spiel, großer Spaß

  • Im Survival-Spiel "Grounded" schrumpfen Kinder zu Winzlingen und müssen im Garten ums Überleben kämpfen.
  • So werden selbst Marienkäfer zu Furcht einflößenden Gefahren.
  • Das Setting ist eine willkommene Abwechslung - doch die Story gibt bisher noch nicht viel her.
Jan Bojaryn
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Videospiele sind am liebsten gigantisch groß: Regelmäßig werden Welten gerettet und Götter besiegt. Das exklusive PC- und Xbox-Spiel “Grounded” liefert die überfällige Pointe zu diesem Witz: Es wird ernsthaft als das kleinste Spiel des Jahres beworben. In dem Abenteuer schrumpfen Menschen auf Miniaturgröße und stellen sich gefräßigen Insekten im Garten zum harten Überlebenskampf.

Die Prämisse ist sehr deutlich von einem Komödienklassiker der späten Achtziger abgeschaut. Die Geschichte ist in diesem Spiel anders, sie wirkt noch unfertig, aber sie spielt ohnehin nicht die große Rolle. Im Kern ist “Grounded” ein traditionelles Survival-Spiel. Das Genre ist seit langem populär: Spieler retten nicht einfach so die Welt. Stattdessen müssen sie sich zuerst um Nahrung kümmern, Schutz und Werkzeug bauen. Die vorgefertigten Teenagerhelden werden gesteuert wie in Egoshootern oder Action-Adventures. Kämpfen, Klettern, Erkunden, Sammeln und Bauarbeiten bestimmen den Tag.

Die Gartenoptik sorgt bei “Grounded” für Abwechslung

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In “Grounded” wird die Spielidee einerseits sehr typisch inszeniert – wer Titel wie “Minecraft” oder “Ark: Survival Evolved” kennt, der kommt hier schnell klar. Andererseits bringt die Gartenoptik echte Abwechslung und feinen Humor ins Spiel.

Furcht einflößend sind in “Grounded” nicht nur Spinnen und Ameisen, sondern eine Schar von Krabbeltieren bis hin zu Marienkäfer. Wer überleben will, der braucht Waffen, Rüstung und eine Festung. Aus Blättern und Pflanzenteilen leimen Spieler sich Behausungen zusammen, die vom Maßstab her eigentlich auch ungeschrumpften Menschen auffallen müssten.

“Grounded” bietet viel Platz für Kreativität

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“Grounded” ist mehr als nur lustig. Mit bis zu drei Mitspielern im Coop-Modus ist es eine abwechslungsreiche Herausforderung, für Einzelspieler ein zäher Überlebenskampf. Vor allem anfangs, wenn Spieler noch nicht einmal die einfachste Klee-Rüstung gebaut haben, müssen sie sich vor zahlreichen Fressfeinden in Acht nehmen. Für den Aufbau einer sicheren Basis brauchen Spieler viel Material. Die ersten Mauern aus Grashalmen halten nicht lange. “Grounded” hat offenkundig von anderen Genre-Vertretern gelernt und bietet ein forderndes, aber nicht frustrierendes Abenteuer. Und es bietet viel Raum für Kreativität – beim Hausbau ebenso, wie bei den Überlebensstrategien.

Die Story von “Grounded” ist noch eher mau

Die Geschichte des Spiels macht bei dem Early-Access-Titel noch nicht viel her. Sie präsentiert vor allem interessante Geheimnisse. Ein Roboter weiß über unsere Misslage Bescheid, und geheimnisvolle Vorgänger haben futuristische Bauwerke hinterlassen.

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Wichtiger als die Geschichte ist der fantastische Schauplatz. Die Pointe mag alt sein, hier wird sie aber originell ausgespielt und liefert viele Gags. Auf dieser Basis kann etwas Großes entstehen.

“Grounded” ist noch im Early Access, also in der laufenden Entwicklung. Die Vorabversion ist für Xbox und PC erhältlich. Sie kostet 30 Euro

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