Für 420 Millionen Euro: Tiktok plant Datenzentrum in Europa

  • Die chinesische Plattform Tiktok wird ihre Präsenz in Europa weiter ausbauen.
  • In einem Rechenzentrum in Irland sollen künftig die Daten der hiesigen Nutzer gespeichert und verarbeitet werden.
  • Auch das Datenschutz-Team wollen die App-Betreiber vergrößern.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Die Video-App Tiktok hat inmitten einer Datenschutz-Debatte den Bau eines Rechenzentrums in Europa angekündigt. In der Anlage in Irland sollen mit dem für Anfang 2022 geplanten Betriebsbeginn die Daten europäischer Nutzer gespeichert werden. Tiktok rechnet mit Investitionen von 420 Millionen Euro, wie die zum chinesischen Konzern Bytedance gehörende Firma am Donnerstag mitteilte. Aktuell speichert und verarbeitet Tiktok die Daten seiner Nutzer in den USA und Singapur, während die irische Tochterfirma für sie zuständig ist.

“Langfristiges Engagement in Europa”

“Der Schutz der Privatsphäre und der Daten unserer Community ist und bleibt unsere höchste Priorität. Die heutige Ankündigung ist nur der jüngste Schritt unserer anhaltenden Arbeit zum Ausbau unserer globalen Fähigkeiten und Bemühungen zum Schutz unserer Nutzer und Nutzerinnen und der Tiktok-Community. Dieses Datenzentrum signalisiert unser langfristiges Engagement in Europa”, sagte Roland Cloutier, Sicherheitschef von Tiktok. Als Teil der Entwicklung werde zudem das Team für den Bereich Datenschutz weiter ausgebaut.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
Video
Trump geht gegen chinesische Firmen hinter Tiktok und WeChat vor
1:10 min
Der US-Präsident verfügte am Donnerstag Anordnungen, die Transaktionen mit Bytedance und Tencent untersagen. Das Dekret tritt in 45 Tagen in Kraft.  © Reuters
Anzeige

US-Präsident Donald Trump hatte jüngst unter Hinweis auf eine Gefährdung von Nutzerdaten ein Verbot von Tiktok in den USA ins Gespräch gebracht. Aktuell verhandelt Microsoft mit Bytedance über den Kauf des US-Geschäfts der auch in Deutschland populären Video-App. Tiktok betont, die chinesische Regierung habe keinen Zugriff auf Nutzerdaten des Dienstes, habe nie danach verlangt und würde diese auch nicht bekommen.

RND/dpa/mkr

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen