Frankfurt bringt sich für Europazentrale von Tiktok ins Spiel

  • Die beliebte wie umstrittene Videoplattform Tiktok aus China sucht derzeit eine neue Europazentrale.
  • Frankfurt erhofft sich als Standort Chancen.
  • Oberbürgermeister Peter Feldmann soll soll die chinesische Firma bereits zu Gesprächen eingeladen haben - bis jetzt ohne bestätigten Termin.
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Frankfurt/Main. Frankfurt erhofft sich Chancen im Rennen um die neue Europazentrale der umstrittenen Video-Plattform Tiktok. Ein Sprecher der Stadt bestätigte am Mittwoch, dass Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) den Unternehmensvorstand zu Gesprächen eingeladen habe. Einen Gesprächstermin gebe es aber noch nicht. Feldmann hatte zuvor ein Schreiben an den Tiktok-Betreiber ByteDance gerichtet, nachdem bekannt geworden war, dass die Chinesen einen neuen Europasitz planten. Zuerst hatten das “Journal Frankfurt” und die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ) über das Interesse der Stadt berichtet.

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Steht Tiktok vor dem Aus?
5:06 min
Die Plattform Tiktok aus China gehört zu den beliebtesten Apps von Teenagern. Der Siegeszug könnte jetzt allerdings abrupt gestoppt werden.  © RND

"Frankfurt ist ein idealer Standort für IT-Unternehmen und aus meiner Sicht für das internationale Hauptquartier der Firma ganz besonders", ließ sich Feldmann zitieren. Der weltgrößte Internetknoten DE-CIX, große Rechenkapazitäten, die zentrale Lage der Stadt in Europa und gute Beziehungen zu China sprächen für Frankfurt, so Feldmann.

Dublin und London gelten als Favoriten

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Um die Europazentrale von Tiktok rangeln mehrere Städte, darunter Dublin und London, die laut FAZ als Favoriten gelten. In Deutschland unterhält ByteDance bereits eine Niederlassung in Berlin. Eine Sprecherin von ByteDance sagte dem “Journal Frankfurt”, man freue sich über das Interesse von Frankfurt, könne sich aber noch nicht genauer zu einem potenziellen Standort äußern.

Tiktok ist die internationale Plattform des chinesischen Unternehmens ByteDance, das in China die zensierte Version Douyin betreibt. Die Videoplattform ist bei Jugendlichen beliebt, steht aber wegen Datenschutzbedenken und der Kontrolle durch Chinas Behörden in der Kritik. Mehrere Länder verboten die App bereits, andere könnten folgen.

RND/dpa

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