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Forscher wollen Ermittlern das Abhören von Telefonaten erleichtern

  • uf der Suche nach Kriminellen könnte ein neues Computerprogramm Ermittlern künftig die Analyse abgehörter Telefonate erleichtern.
  • In einem groß angelegten europäischen Projekt von Forschungseinrichtungen und Ermittlungsbehörden wie Interpol soll bis 2022 eine Software entstehen, die Ermittler mit einem Suchbegriff über eine Vielzahl von Telefongesprächen laufen lassen können.
  • Das würde das Auswerten abgehörter Gespräche erheblich erleichtern.
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Saarbrücken. Das Programm solle dann schnell verdächtige Stellen zum Beispiel zum Wort "Sprengstoff" finden, anstatt dass Ermittler stundenlang Telefonate durchhören müssten, sagte Dietrich Klakow, der als Sprachtechnologe an der Universität des Saarlandes dabei ist.

Auch Kriminelle machten am Telefon "klassischen Smalltalk", sagte der Professor für Sprach- und Signalverarbeitung. Sie plauderten über das Wetter in der Region oder die jüngsten Fußballergebnisse. "Dazwischen kommt dann ein kleiner Schnipsel über das kriminelle Geschäft, das sie abwickeln wollen", sagte Klakow. Nur diese Sätze seien wichtig für die Strafverfolgungsbehörden. Die neue Software solle solche Stellen erkennen – in verschiedenen Sprachen. Die Gesamtleitung des Projekts "Roxanne" (Real Time Network, Text, and Speaker Analytics for Combating Organized Crime) liegt in der Schweiz beim Forschungsinstitut Idiap in Martigny.

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Das auf drei Jahre angelegte Projekt bündelt die Kompetenzen von insgesamt 24 Partnern – darunter 10 Polizeibehörden, Unternehmen sowie Repräsentanten aus Industrie und Forschung aus insgesamt 16 Ländern. "Roxanne" soll in allen 194 Teilnehmerländern von Interpol eingesetzt werden.

RND/dpa