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Schadensersatz: Facebook zahlt Content-Prüfern 52 Millionen Dollar

  • Content-Prüfer sichten Inhalte und entfernen diese, wenn sie etwa gegen ethische oder gesetzliche Vorgaben verstoßen.
  • So sehen die Mitarbeiter etwa bei Facebook täglich Inhalte wie Kindesmissbrauch oder Enthauptungen.
  • In einer Sammelklage wurde Facebook vorgeworfen, seine Mitarbeiter nicht ausreichend vor den psychischen Belastungen dieser Inhalte geschützt zu haben – Facebook zahlt nun 52 Millionen Dollar als Entschädigung.
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New York. Facebook will seinen Content-Prüfern insgesamt 52 Millionen Dollar als Entschädigung für psychische Belastungen durch ihre Arbeit zahlen. Die Einigung sieht vor, dass an einer Sammelklage beteiligte sogenannte Moderatoren jeweils 1000 Dollar erhalten, wie aus dem vorläufigen Vergleich hervorgeht, der an einem Kammergericht im Bezirk San Mateo in Kalifornien eingereicht wurde. Betroffene, bei denen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit bei Facebook psychische Erkrankungen nachgewiesen wurden, können mit medizinischer Behandlung sowie Schadenersatz von bis zu 50.000 Dollar rechnen.

Facebook sichert Unterstützung zu

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Externe Auftragnehmer hatten im Jahr 2018 Klage gegen das soziale Online-Netzwerk eingereicht. Sie warfen Facebook vor, sie nicht angemessen vor den gravierenden psychischen Belastungen geschützt zu haben, die mit ihrer Arbeit einhergehen. Content-Prüfer sind wiederholt drastischen Inhalten wie Kindesmissbrauch , Enthauptungen, Terrorakten, Tierquälerei und anderen verstörenden Bildern und Videos ausgesetzt.

Facebook erklärte, das Unternehmen sei den Menschen dankbar, die diese wichtige Arbeit machten, um eine sichere Umgebung für alle zu schaffen. Dem Unternehmen sei daran gelegen, ihnen durch diesen Vergleich und in Zukunft zusätzliche Unterstützung zukommen zu lassen.

RND/AP

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