Facebook-Nutzer sollen Wahlwerbung bald besser aussortieren können

  • Facebook verschärft erneut die Regeln für Wahlwerbung.
  • Seinen Facebook- und Instagram-Nutzern verspricht das Unternehmen dadurch mehr Transparenz.
  • Künftig soll es möglich sein, sich als Nutzer weniger politische Werbung anzeigen zu lassen.
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Menlo Park. Facebook will erneut seine Transparenz bei Wahlwerbung verstärken. „Die Menschen sollten wissen, wer versucht, ihre Wahl zu beeinflussen und Werbekunden sollten nicht in der Lage sein zu verschleiern, wer für die Anzeigen zahlt“, teilte das soziale Netzwerk schon im letzten Jahr auf seinem US-Blog mit.

Facebook war seit dem Skandal um mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 zunehmend unter Druck geraten, seine Transparenz zu verbessern.

Bald mehr Transparenz bei Facebook und Instagram?

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Seit letztem Jahr enthält die Werbebibliothek von Facebook spezifische Informationen über Werbeanzeigen. Angezeigt wird etwa der prozentuale Anteil der Nutzer, die die Anzeigen sahen oder Hinweise über Anzeigen, die erst aktiv waren, dann aber von Facebook abgelehnt wurden.

Jetzt hat der Konzern ein Update für Facebook und Instagram angekündigt. Schon bald werde einsehbar sein, wie viele Nutzer die Werbenden mit einer Anzeige erreichen wollen. Außerdem soll es möglich sein, nach ähnlichen Anzeigen oder exakten Satzteilen suchen zu können. Wer grundsätzlich weniger politische Anzeigen oder Anzeigen, die auf bestimmte Zielgruppen ausgelegt sind, sehen möchte, kann dies Facebook zufolge noch im ersten Quartal dieses Jahres über die Werbebibliothek einstellen.

Ohne Autorisierung keine Werbeanzeige

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Seit September letzten Jahres gibt es bereits strengere Regeln für den Autorisierungsprozess für US-Werbekunden. Diese müssen seitdem mehr Informationen über ihre Organisation preisgeben, um zugelassen zu werden.

Grund für die Verschärfung der Regeln war unter anderem, dass Werbekunden in einigen Fällen versucht hätten, irreführende Disclaimer mit dem Hinweis „Bezahlt von“ auf ihren Anzeigen zu führen. Mit dem Schritt wolle man es Anzeigenkunden schwerer machen zu verstecken, wer sich hinter der Werbung verberge, teilte Facebook mit.

RND/dpa/hb

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