Facebook und Twitter verteidigen Vorgehen während der US-Wahl

  • Erneut haben die Chefs von Twitter und Facebook vor dem Justizausschuss im US-Senat gesprochen.
  • Bei der aktuellen Anhörung wurden Dorsey und Zuckerberg mit Fragen zu ihrem Vorgehen rund um die US-Wahl konfrontiert.
  • Demokraten und Republikaner könnten die Plattformen künftig stärker zur Verantwortung ziehen.
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Washington. Facebook und Twitter sind nach Aussage ihrer Chefs gegen Beiträge mit irreführenden Informationen rund um die US-Wahl vorgegangen. Das bekräftigten Twitter-Chef Jack Dorsey und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg am Dienstag vor dem Justizausschuss des US-Senats. Sie versprachen, auch vor zwei Stichwahlen im Bundesstaat Georgia im Januar, die über die Mehrheit im Senat entscheiden könnten, ihre Bemühungen gegen Falschinformationen aufrechtzuerhalten.

Dorsey und Zuckerberg hatten vor der Präsidentschaftswahl am 3. November zugesagt, ihre Plattformen aggressiv gegen Manipulation durch ausländische Regierungen und gegen Versuche zu schützen, wegen des Wahlergebnisses zu Gewalt anzustacheln. Facebook verbot nach der Wahl eine Gruppe namens „Stop the Steal“ (Stoppt den Diebstahl), die Anhänger von Präsident Donald Trump genutzt hatten, um Proteste gegen die Auszählung weiterer Stimmzettel zu organisieren. Twitter machte bei seinen Warnhinweisen auch vor Tweets des Präsidenten nicht halt.

300.000 irreführende Tweets markiert

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Der Kurznachrichtendienst versah in den Tagen um die Wahl rund 300.000 Tweets mit Warnungen vor falscher oder irreführender Information, sagte Dorsey. Das seien 0,2 Prozent aller Kurzbotschaften, die zwischen 27. Oktober und 11. November im Zusammenhang mit der Wahl abgesetzt wurden.

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Republikaner und Demokraten beobachten große Internetplattformen sehr scharf. Trump und die Republikaner werfen ihnen vor, sie seien voreingenommen gegen konservative Ansichten. Die Demokraten kritisieren, die Unternehmen gingen zu wenig gegen Falschinformationen und Anstachelung zum Hass vor. Daher könnten sich beide Parteien darin zusammenfinden, Internetplattformen den rechtlichen Schutz davor zu nehmen, für auf ihren Webseiten verbreitete Inhalte zur Verantwortung gezogen zu werden. Der gewählte Präsident Joe Biden hat sich für einen solchen Schritt ausgesprochen.

RND/AP

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