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Facebook geht gegen Qanon-Inhalte vor: Hunderte Gruppen bereits entfernt

  • Das soziale Netzwerk Facebook hat angekündigt, Gruppen und Seiten im Zusammenhang mit den Verschwörungstheorien rund um Qanon zu löschen.
  • Auch bei Instagram sollen entsprechende Accounts entfernt werden.
  • Wie effektiv ist eine solche Sperre?
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Facebook verschärft sein Vorgehen gegen die Verschwörungtheorienbewegung Qanon. Das Netzwerk hat angekündigt, sämtliche Inhalte rund um die Bewegung auf Facebook und Instagram zu löschen. Vor allem Seiten, Gruppen und Accounts, die durch das Posten entsprechender Inhalte auffällig geworden sind, sollen in Zukunft von der Plattform verbannt werden. In der Nacht zu Mittwoch sollen bereits zahlreiche Gruppen entfernt worden sein, wie Beobachter der Gruppierung via Twitter mitteilten. Facebook beschreibt Qanon in seiner Ankündigung als “militarisierte soziale Bewegung“.

Bereits im August hatte Facebook angekündigt, Qanon-Inhalte vermehrt zu verbannen. Damals hieß es jedoch lediglich, Gruppen und Beiträge würden gelöscht, wenn sie Gewalt beinhalten. Im Zuge dessen wurden rund 800 Gruppen, 100 Seiten und mehr als 1000 Anzeigen entfernt.

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Millionen Qanon-Anhänger organisieren sich in Facebook-Gruppen

Wie effektiv der Bann ist, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. “Wir beginnen heute damit, diese aktualisierte Richtlinie durchzusetzen, und entfernen Inhalte dementsprechend, aber diese Arbeit wird Zeit brauchen und muss in den kommenden Tagen und Wochen fortgesetzt werden“, heißt es in einem offiziellen Facebook-Statement. Falls die Maßnahmen nicht greifen, könnte man entsprechend handeln und weitere Beschränkungen durchsetzen. Aktuell sind auf der Plattform noch immer Gruppen im Zusammenhang mit der Bewegung zu finden. Facebook musste sich in den vergangenen Monaten immer wieder der Kritik stellen, zu wenig gegen die verbreiteten Qanon-Verschwörungen unternommen zu haben.

Wie eine Recherche des “Guardian“ zeigt, vereinten sich in Qanon-Gruppen zwischenzeitlich mehr als 4,5 Millionen Follower aus 15 verschiedenen Ländern.

Um sich auch weiterhin auszutauschen, könnten Qanon-Anhänger zudem neue Wege finden, sich zu vernetzen. So könnten sie sich etwa unter dem Deckmantel harmloser Gruppennamen weiterhin organisieren. Facebook wäre dann auf entsprechende Hinweise von Mitgliedern dieser Gruppen angewiesen.





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