Bericht: Facebook plant vorerst doch keine Werbung auf Whatsapp

  • Facebook will einem Bericht des "Wall Street Journal" vorerst nun doch keine Werbung auf Whatsapp einführen.
  • Nutzer sollen im Chat von Werbeinblendungen verschont bleiben – doch in den Statusposts könnten Anzeigen laufen.
  • Die Whatsapp-Gründer verließen Facebook vor 18 Monaten aufgrund eines Streits um Werbung.
Ben Kendal
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New York City. Facebook will vorerst doch keine Werbung auf Whatsapp einführen. Die ursprünglichen Pläne sollen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge auf Eis gelegt worden sein. Demnach wurde eine Abteilung zur Entwicklung des Anzeigenfeatures in den vergangenen Monaten aufgelöst und ein bereits geschriebener und ausgelieferter Programmcode wieder zurückgezogen.

Facebook macht Rückzieher – Werbung bei Statusanzeige trotzdem möglich

Facebook will seinen Fokus vorerst auf den Nachrichtenaustausch zwischen Unternehmen und Verbrauchern über die Messenger-App legen. Nutzer sollen zumindest im Chat von Werbeeinblendungen verschont bleiben. Doch das Unternehmen hält offenbar an den Plänen fest, Werbung rund um Status-Posts auf Whatsapp einzuführen, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Eingeweihte berichtet. Facebook hatte im Mai vergangenen Jahres angekündigt, 2020 diese Form der Werbung im Messenger anzuzeigen.

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"Störung": Whatsapp-Gründer gegen Werbung im Messenger

Whatsapp-Gründer Jan Koum und Brian Acton äußerten sich stets kritisch gegenüber der Einführung von Werbung. Koum bezeichnete Werbung als "Störung." Vor mehr als 18 Monaten verließen die Gründer aufgrund des Streits um die Werbepläne Facebook. Als das Unternehmen Whatsapp 2014 für 22 Milliarden US-Dollar übernahm, hatten auch viele Datenschützer Bedenken.

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Schon bald darauf gab der Konzern an, Whatsapp mit Werbung bestücken zu wollen. Warum Facebook seine Pläne auf Eis gelegt hat, ist unklar. Das Tech-Magazin "The Verge" vermutet, dass es schon bei der Entwicklung der Werbeeinblendungen Probleme mit der Verschlüsselung gegeben haben könnte. Das hätte die Privatsphäre der Nutzer gefährden können.

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