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Das Huawei Matebook X Pro im Test: Ein hochauflösendes Leichtgewicht mit Zukunftsängsten

  • Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei ist aus dem Smartphone-Markt nicht mehr wegzudenken.
  • Nachholbedarf gibt es hingegen bei den Laptops.
  • Das neue MateBook Pro X kann mit seiner Auflösung und seinem geringen Gewicht punkten – wäre da nicht die ungewisse Zukunft der Google-Dienste.
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Berlin. Dieses Notebook ist ein Hingucker: Das sandgestrahlte Metallgehäuse des Huawei Matebook X Pro in der schillernden Farbe „Emerald Green“ kann nicht so leicht mit den Geräten anderer Hersteller verwechselt werden. Als Käufer hat der chinesische Hightech-Konzern Menschen im Blick, die mit dem Mobilcomputer vor allem arbeiten wollen.

Auflösung und Helligkeiten überzeugen

Das nahezu randlose 3K-Display des Matebook X Pro hat deshalb ein Seitenverhältnis von 3:2 bei einer Diagonalen von 13,9 Zoll – ideal für die Arbeit mit einem Text-Editor, einer Tabellenkalkulation oder einem Präsentationsprogramm.

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Aber auch für die Fotobearbeitung ist der neuen Mobilrechner gut geeignet: Das Display deckt zu 100 Prozent den RGB-Farbraum ab und bietet dabei eine native Auflösung von 3000 mal 2000 Pixeln. Der Bildschirm ist berührungssensitiv und bietet Zehn-Punkt-Multitouch. Im Test konnte auch die Helligkeit des Displays überzeugen. Huawei nennt einen Wert von 450 Nits, wir konnten über 500 Nits messen.

Matebook X Pro ist ein Fliegengewicht

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Beim Innenleben setzt Huawei auf die aktuellen Produkte von Intel und Nvidia: Die Kunden können zwischen einem Intel Core i5 oder dem Intel Core i7-10510U als Prozessor wählen. Ihm stehen 16 Gigabyte (GB) RAM und – wenn zusätzlich gewünscht – eine dezidierte Grafikkarte Nvidia GeForce MX250 mit 2 GB eigenem VRAM zur Seite. Beim SSD-Laufwerk wählt man zwischen 512 GB und einem Terabyte Speicher.

Huawei verspricht eine durchschnittliche Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden. Das deckt sich auch mit den Erfahrungen aus dem Test. Auch positiv: Das 65-Watt-Netzteil ist nur 156 Gramm schwer. Zusammen mit dem 14,6 mm dünnen Matebook X Pro mit seinen 1,33 Kilogramm bringt die gesamte Ausrüstung also nicht einmal 1,5 Kilogramm auf die Waage.

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Webcam ist versenkbar

Das Matebook X Pro bietet drei gleich interessante Innovationen.

Erstens: Einen Ein-Aus-Schalter, der gleichzeitig ein Fingerabdruck-Sensor ist.

Im Ein-Aus-Schalter des Huawei Matebook X Pro ist gleich auch noch ein Fingerabdrucksensor untergebracht. © Quelle: Huawei/dpa-tmn

Zweitens: Die in der oberen Reihe zwischen Funktionstaste F6 und F7 Platz platzierte, versenkbare Webcam. Die Popup-Kamera lässt sich per Fingerdruck ein- und ausfahren.

Wo ist die Webcam abgeblieben? Zwischen F6 und F7!. © Quelle: Christoph Dernbach/dpa-tmn
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Sie soll die Privatsphäre schützen, weil die Kamera auf keinen Fall Bilder übertragen kann, wenn sie versenkt ist. Die tiefe Position hat aber auch zur Folge, dass man in einer Videokonferenz optisch etwas unvorteilhaft nicht auf Augenhöhe gefilmt wird, sondern von schräg unten. Und wer mit dem Matebook Pro X während des Videochats auf der Tastatur tippt, verdeckt mit seinen Fingern das Gesicht.

Huawei Share verbindet Laptop und Smartphone

Bei der dritten Innovation ging es Huawei darum, der äußerst bequemen Dateiübertragsmethode Airdrop aus dem Apple-Universum etwas entgegenzusetzen. Mit Huawei Share kann eine Verbindung zwischen Smartphone und Notebook dank NFC blitzschnell aufgebaut werden.

Bei Huawei geht die Funktion aber über die reine Übertragung von Dateien – etwa den Transfer von Fotos vom Smartphone auf den Laptop – hinaus: Mit Huawei Share kann man das Smartphone selbst live auf dem Bildschirm des Matebooks anschauen und auch von dort steuern.

NFC-Aufkleber nicht entfernen

Damit Huawei Share auf Basis von NFC läuft, muss man allerdings ein kleines optisches Manko in Kauf nehmen: Einen Aufkleber mit der Aufschrift „Huawei Share", in dem sich auch der NFC-Chip selbst befindet. Diesen Aufkleber sollte man also besser nicht entfernen.

Obwohl Huawei im Handelskrieg der USA mit China inzwischen bei seinen neuesten Smartphones auf einer „Schwarzen Liste" steht und beispielsweise nicht mehr mit den Google-Diensten für Android beliefert wird, hat das beim Matebook bislang keine nachteiligen Folgen. Auf dem Rechner läuft Windows 10 Home von Microsoft.

Zukunft für Matebook-Familie fraglich

Auch die wichtigsten Chips des Rechners stammen von US-Unternehmen. Doch ein formales „Zukunftsversprechen", wie es Huawei für die zukünftige Sicherheit seiner Android-Smartphones abgegeben hat, hat der Konzern für die Matebook-Familie bislang noch nicht abgegeben. Somit bleibt ein kleines Fragezeichen im Raum stehen.

Das Huawei Matebook X Pro mit der Intel-CPU i7-10510U (16 GB RAM und 1 TB SSD) sowie der GPU von Nvidia (GeForce MX250) gibt es in den Farben „Space Grey“ und „Emerald Green“ für 1899 Euro. Die Variante mit einen Intel i5-10210U, 16 GB RAM, 512 GB SSD und der Nvidia GeForceMX250 gibt es nur in „Space Grey“ für 1599 Euro.

RND/dpa

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