Coronavirus-Karte: Schadsoftware greift auf Passwörter zu

  • Hacker nutzen die Aufmerksamkeit rund um das Coronavirus, um sich Zugang auf private Computer zu verschaffen.
  • Dazu programmieren Kriminelle täuschend echt aussehende Karten.
  • Sicherheitsexperten warnen vor der Gefahr durch Cyberangriffe.
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In Zeiten des Coronavirus suchen viele Nutzer online nach den neusten Informationen rund um die Krankheit. Eine Vielzahl an Karten, die im Netz verfügbar sind, zeigt die aktuellen Fallzahlen und die Ausbreitung des Virus. Doch dabei ist Vorsicht geboten, wie Sicherheitsforscher des Reason Labs nun festgestellt haben.

Mit interaktiven Karten versuchen Hacker offenbar, Malware auf Computer zu spielen. Die Aufmachung der Grafiken erinnert dabei an die von verlässlichen und seriösen Quellen wie die der John Hopkins Universität. Wie Reason Labs mitteilte, verwenden die Kriminellen die Karten, um Informationen von Nutzern abzugreifen - darunter Benutzernamen, Passwörter, Kreditkartennummern und andere im Browser gespeicherte Informationen.

Forscher warnen vor einem Anstieg von Schadsoftware

Derzeit betreffe die Malware lediglich Windows-PCs. Die Sicherheitsexperten gehen jedoch davon aus, dass die Angreifer die Schadsoftware weiter modifizieren, sodass sie auch andere Systeme angreifen kann. Konkret nutzen die Hacker ein Programm namens “Azorult”, das erstmals im Jahr 2016 entdeckt wurde und darauf spezialisiert ist, sensible Daten von Computern zu stehlen. Dazu greift die Malware auf den Browserverlauf und gespeicherte Passwörter zurück. Eine neue Variante des Programms kann zudem einen Remote-Angriff durchführen und erhält so Zugriff auf den gesamten PC. Die Schadsoftware versteckt sich bisher hauptsächlich in einer ausführenden Datei mit dem Namen „Corona-virus-Map.com.exe“ und wird per Mail verschickt oder im Netz als Link verbreitet.

Die Experten warnen, dass im Zuge neuer Apps und Technologien rund um das Coronavirus, die Zahl der damit verbundenen Schadsoftwares weiter steigen wird. Wer sich vor möglicher Malware schützen will, sollte dringend auf die URL der Seiten achten. Zudem ist es wichtig, dass Anti-Viren-Programme auf dem eigenen Computer auf dem neusten Stand sind. Wer Links und Anhänge, die das Virus betreffen, von unbekannten Adressen per Mail geschickt bekommt, sollte diese generell nicht öffnen.

RND/mkr

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