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Coronavirus-App soll in China über möglichen Kontakt mit Infizierten informieren

  • Die chinesische Regierung hat eine neue App auf den Markt gebracht: den „close contact detector“ – also Nahkontaktdetektor.
  • Die App kommt im Kampf gegen das Coronavirus zum Einsatz.
  • Nutzer können einsehen, ob sie möglicherweise im Zug, Flugzeug oder Klassenzimmer neben einem Infizierten saßen.
Laura Beigel
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Beijing. Im Kampf gegen das Coronavirus setzt die chinesische Regierung nun auf digitale Mittel: Mit einer neuen App sollen Nutzer darüber informiert werden, ob sie möglicherweise Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten.

App greift auf Daten von Behörden zurück

Die App mit dem Namen „close contact detector" – also Nahkontaktdetektor – hat die chinesische Regierung zusammen mit der China Electronics Technology Group entwickelt. Benutzer können sich mit ihrer ID-Nummer und ihrem Namen registrieren. Zudem greift die App auf Daten von staatlichen Transportunternehmen und Gesundheitsbehörden zurück. So können die Nutzer einsehen, ob sie möglicherweise im Zug, Flugzeug oder Klassenzimmer neben einem Infizierten saßen.

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Wer im Flugzeug neben einem Infizierten gesessen hat, wird über die App gewarnt.

„Aus chinesischer Sicht ist die App ein wirklich nützlicher Service für die Menschen“, sagte die in Hongkong ansässige Technologieanwältin, Carolyn Bigg, gegenüber der BBC. Die britische Rundfunkanstalt hatte als erstes über die App berichtet und beruft sich auf Angaben der staatlichen, chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.

Zehntausende Menschen weltweit mit Coronavirus infiziert

Der im Namen der App implizierte „Close Contact“, also enger Kontakt, umfasst laut chinesischer Regierung:

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  • Menschen, die eng zusammenarbeiten, ein Klassenzimmer teilen oder im selben Haus leben
  • Medizinisches Personal, Familienmitglieder oder andere Personen, die in engem Kontakt mit Patienten und ihren Betreuern standen
  • Passagiere und Besatzungsmitglieder, die mit einer infizierten Person im Flugzeug, Zug oder anderen Transportmitteln befördert wurden

Im vergangenen Jahr war das neuartige Coronavirus in der chinesischen Millionen-Metropole Hubei ausgebrochen. Seitdem hat sich die Virusinfektion auch in mehreren anderen Ländern wie Frankreich, Schweden, Kanada und auch Deutschland ausgebreitet.

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