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Corona-Warn-App: Telekom und SAP entwickeln Plattform für internationalen Austausch

  • Bisher sind die verschiedenen Corona-Warn-Apps der EU-Länder noch nicht miteinander kompatibel.
  • Die Deutsche Telekom und SAP sollen nun an einer europaweiten Lösung arbeiten.
  • Apps, die anders als die deutsche Versionen einen zentralen Ansatz verfolgen, werden zunächst nicht berücksichtigt.
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Bonn/Walldorf. Bislang können die Apps der EU-Staaten noch nicht grenzüberschreitend kommunizieren und Warnungen ausgeben. Die Deutsche Telekom und SAP sollen das nun ändern und für die EU-Kommission eine Warn-Plattform bauen, die Corona-Apps verschiedener Staaten miteinander vernetzt. Man könne bestätigen, dass der Auftrag der EU-Kommission “kurz vor Abschluss” stehe, sagte ein Telekom-Sprecher.

Warnapps der EU-Länder sollen Daten austauschen

Zuvor hatte die “Wirtschaftswoche” berichtet. Die Plattform soll es ermöglichen, dass die Corona-Warn-Apps verschiedener Staaten miteinander kommunizieren, so dass die Warnungen auch über Grenzen hinweg oder im Ausland funktionieren. Auch die EU-Kommission bestätigte die Entwicklung einer Plattform, die als “Interoperability Gateway” bezeichnet wird. Bereits im Juni hatte die Kommission die Pläne für eine internationale Austauschplattform verabschiedet.

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Die Kooperation werde dem Bericht zufolge zunächst Staaten betreffen, die ähnliche dezentrale Lösungen einsetzen wie Deutschland – dazu gehören etwa die Niederlande, Österreich, Polen oder Dänemark. Auch die Schweiz und Großbritannien sollen angeschlossen werden. Länder, die einen zentralen Ansatz verfolgen, wie etwa Frankreich, werden zunächst nicht berücksichtigt.

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Probleme der deutschen Warn-App mittlerweile behoben

Telekom und SAP hatten gemeinsam die deutsche Corona-Warn-App entwickelt. Zuletzt gab es Probleme, weil die App teilweise nicht ordnungsgemäß funktioniert hatte - diese sollen aber mittlerweile behoben sein. Trotzdem gilt die Anwendung als Erfolgsmodell. Mit mehr als 16 Millionen Downloads wurde sie öfter heruntergeladen als die Tools anderer EU-Staaten zusammen.

RND/dpa

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