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Corona-Warn-App: SAP und Telekom wollen neue Version 1.3 noch diese Woche herausbringen

  • Der Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom haben eine neue Version ihrer Corona-Warn-App angekündigt.
  • Das Update soll Probleme bei der Hintergrundaktualisierung beheben.
  • Gleichzeitig soll im September die Vernetzung der europäischen Warn-Apps starten.
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Berlin. Der Softwarekonzern SAP hat eine neue Version der Corona-Warn-App angekündigt. “Das Update auf Version 1.3 wird im Laufe der Woche im Google Play Store und in Apples App Store zum Download zur Verfügung stehen”, zitiert “Der Tagesspiegel” eine Unternehmenssprecherin. Die neue Version soll vor allem Probleme mit der Hintergrundaktualisierung beheben.

Neues Update sorgt für anderweitige Störungen

Die von SAP und der Deutschen Telekom entwickelte App soll dabei helfen, Infektionsketten nachzuvollziehen, indem sie mithilfe der Bluetooth-Technik, den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen misst. Wer Kontakt mit einem nachweislich positiv getesteten Corona-Infizierten hatte, wird von der App darüber informiert. Zuletzt gab es jedoch Störungen bei der Hintergrundaktualisierung, sodass Nutzer zu spät oder gar nicht gewarnt wurden.

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So funktioniert die neue Corona-Warn-App
1:07 min
Die offizielle Corona-App ist in Deutschland an den Start gegangen. Sie soll im Kampf gegen Covid-19 beitragen und Nutzern mögliche Risiken aufzeigen.  © RND

Eigentlich sollte das Update 1.2.0 für die Corona-Warn-App diese Probleme lösen, doch damit traten neue Herausforderungen auf: Die App ließ sich nicht öffnen oder stürzte ab. SAP und die Deutsche Telekom hatten auf diese Fehlermeldungen umgehend mit einer neuen Version reagiert. Doch: “Aktuell können Probleme mit der Hintergrundaktualisierung in Einzelfällen auf schwächeren Geräten auftreten”, teilt SAP dem Tagesspiegel mit.

Neue Version soll Probleme bei Hintergrundaktualisierung aufzeigen

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Besonders betroffen seien Smartphones wie das Huawei P8 und Xiaomi-Geräte mit dem “MIUI battery saver”. Bei Apple-Geräten gebe es wiederum kaum Probleme mit der Hintergrundaktualisierung. Die neue Version 1.3 soll trotzdem auch Neuerungen für iOS-Geräte bereithalten. Falls die Hintergrundaktualisierung über einen längeren Zeitraum nicht aktiv ist, sollen Nutzer bald darüber informiert werden.

Gegenüber dem Tagesspiegel kündigt auch das Robert Koch-Institut weitere Optimierungen im Zusammenhang mit der Hintergrundaktualisierung an. So soll der Hinweistext der Statusanzeige “niedriges Risiko mit Risikobegegnung” angepasst werden, “um Nutzerinnen und Nutzern diese Benachrichtigung noch verständlicher zu erklären”.

Google und Apple arbeiten an eigener Warn-Funktion

Auch die Vernetzung der europäischen Corona-Warn-Apps schreitet voran. “Die Arbeit daran ist in vollem Gange, und wir hoffen, dass der Pilotbetrieb mit einigen nationalen Tracing-Apps demnächst starten kann”, sagte ein Sprecher der EU-Kommission dem Tagesspiegel. Der Pilotversuch soll noch in diesem Monat beginnen. Fest steht aber noch nicht, welche Länder sich an der europäischen Verknüpfung beteiligen.

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Eine Corona-Warn-App könnte vielleicht aber auch bald überflüssig werden. Denn Apple und Google arbeiten an einer Corona-Warn-Infrastruktur für Smartphones, ohne dass eine gesonderte App notwendig ist. Die dafür notwendige Funktionalität will Google in das Betriebssystem Android integrieren, Apple in die Version 13.7 des iOS-Systems.

RND/lb



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