Corona-Umfrage: So will Facebook die Forschung unterstützen

  • Mit einem umfangreichen Daten-Paket will Facebook Forscher im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen.
  • Dazu hat das soziale Netzwerk eine Umfrage aufgesetzt, die weltweit ausgespielt werden soll.
  • In den USA beteiligten sich bereits mehrere Millionen Nutzer daran.
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Menlo Park. Facebook will allen seinen mehr als 2,5 Milliarden Nutzern einen Link zu einer Umfrage von US-Forschern anzeigen, die Informationen über die Verbreitung von Coronavirus-Symptomen sammeln. Die zunächst auf die USA beschränkte Aktion solle nun global durchgeführt werden, kündigte Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Montag an. Das Online-Netzwerk sei als Plattform mit Milliarden Mitgliedern in einer einzigartigen Position, um Wissenschaftlern und Behörden zu helfen, schrieb er in einem Gastbeitrag in der „Washington Post“.

„In Zusammenarbeit mit den Forschern ist es uns möglich, interaktive Karte zu erstellen, die auf den aggregierten Daten basieren. Daraus können wir sich täglich aktualisierende Karten produzieren, die Informationen über die Symptome von Landkreis zu Landkreis registrieren“, sagte Zuckerberg in einem Interview mit ABC News. Die Karten sollen Regierungen unter anderem dabei helfen, zu erkennen, wo mehr Versorgung benötigt wird und mögliche Ausbrüche vorherzusagen.

Facebook-Umfrage: Eine Millionen Teilnehmer pro Woche

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Die Forscher der Universität Carnegie Mellon veröffentlichten am Montag erste Erkenntnisse aus der seit Anfang April laufenden Umfrage in den USA. Demnach bekommen sie pro Woche Antworten von rund einer Million Facebook-Nutzer. Daraus lasse sich zum Beispiel ableiten, dass in einigen New Yorker Vororten zwei bis drei Prozent der Einwohner Covid-19-Symptome hätten. Die weltweite Umfrage werde von der Universität von Maryland vorbereitet. Facebook hat keinen Zugang zu den Antworten der Nutzer.

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Das Online-Netzwerk macht zudem anonymisierte Daten öffentlich, die Aufschluss über die Mobilitätsströme inmitten von Ausgeh- und Kontaktbeschränkungen geben. Ähnliche Informationen gibt es auch zum Beispiel von Mobilfunk-Anbietern sowie Apple und Google.

RND/dpa/mkr

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