Corona-Krise: Zwölfjähriger kämpft für schnelleres Internet

  • Im niedersächsischen Ronnenberg zeigt sich während der Corona-Krise ein akutes Problem.
  • Weil der Ortsteil Weetzen nicht an das Glasfasernetz angeschlossen ist, läuft das Internet hier besonders langsam.
  • Ein betroffener Zwölfjähriger ist nun selbst aktiv geworden.
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Egal ob digitales Meeting im Homeoffice oder die Videokonferenzen mit der Klasse: In Zeiten von Corona sind die Internetleitungen der Privathaushalte besonders gefordert. So auch bei der Familie eines Zwölfjährigen aus dem niedersächsischen Ronnenberg bei Hannover. Doch wegen des schwachen Netzes vor Ort kommt es im Arbeits- und Schulalltag zu Problemen.

Wie die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” berichtet, ärgern sich Anwohner im Ortsteil Weetzen seit Beginn der Krise über die schlechte Internetverbindung und versuchen, bei der Stadt, Region und Telekom auf das Problem aufmerksam zu machen.

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Immer wieder fliegt auch der Schüler aus Videokonferenzen. Sein Ärger darüber ist so groß, dass er schließlich die Initiative ergreift und selbst einen Brief an die Telekom schreibt. Darin schildert er die Situation vor Ort, von der 18 Haushalte betroffen seien, darunter auch viele Kinder. Streamen, downloaden oder Hausaufgaben hochladen dauere derzeit viel zu lang, Videokonferenzen seien kaum möglich. “Mit dem Internet haben wir keine Zukunft”, zitiert die Zeitung den Zwölfjährigen. “Die haben uns einfach vergessen”, vermutet er.

Wie es in Weetzen weitergeht, ist derzeit noch unklar. Aktuell laufen Verfahrensprüfungen. Im Ortsrat wurde das Thema schon häufiger diskutiert. Da die Telekom bisher kein Interesse an einem Ausbau zeigt, haben sich die Anwohner mit der Verwaltung darauf geeinigt, einen eigenverantwortlichen Ausbau des Glasfasernetzes zu prüfen.

RND/mkr

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