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  • Corona-App: Steht Datenschutz einer App zum Unterbrechen von Infektionsketten im Weg?

Testet endlich die Corona-App!

  • Ziemlich geräuschlos fügen sich die Menschen im Lande den gravierenden Einschnitten in ihr Leben.
  • Das ist auch richtig und notwendig so, obgleich die Stille beim zeitweisen Verlust von Grundrechten doch erstaunlich ist.
  • Stattdessen aber ist das Geschrei groß, wenn es, wie in der Debatte um eine Corona-App, um den heiligen Datenschutz geht, meint Daniel Killy
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Das Leben steht still in Deutschland, die Menschen halten sich weitestgehend an die strengen Vorgaben, die die Politik dieser Tage macht. Das ist nicht nur gut so, das ist auch notwendig. Dennoch verwundert es etwas, wie geräuschlos all die Einschränkungen persönlicher Bewegungsfreiheit und damit auch gewisser Grundrechte von Politik und Bürgern hingenommen werden.

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Zumindest ein Testlauf sollte möglich sein

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Ganz anders sieht es bei der Debatte um die Nutzung von Handydaten aus. Eine anonymisierte Verwendung von Bewegungsprofilen wäre für Forscher eine wertvolle Hilfe. Doch der Widerstand gegen eine Handy-App, mit der eventuell Infektionsketten durchbrochen werden könnten, ist groß. Dabei denkt niemand hierzulande an irgendeinen elektronischen Zwang. Eine Nutzung wäre rein freiwillig – dennoch warnen Datenschützer. Dabei wäre es doch höchste Zeit, den Schutz von Leib und Leben in diesem Fall über die heilige Kuh Datenschutz zu stellen. Denn zumindest sollte ausprobiert werden, ob die App in der Fläche hilfreich wäre. Eine Allzweckwaffe wäre sie allein schon wegen der vielen älteren, digitalfernen Menschen nicht – aber ein Testlauf sollte allemal möglich sein.

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