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“Crowdless”: Ampel-App warnt vor überfüllten Orten

  • Ein britisches Start-up hat eine neue App für Social Distancing in der Corona-Pandemie entwickelt.
  • Die Anwendung soll ihren Nutzern anzeigen, wenn Orte wie Supermärkte oder Parks überfüllt sind.
  • Dazu greift sie auf Daten von Google und der Weltraumbehörde ESA zurück.
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Nach wie vor ist es wichtig, im öffentlichen Raum den Mindestabstand zu wahren, um das Infektionsrisiko während der Corona-Pandemie nachhaltig zu senken. Mit neuen Ideen, wie etwa einer Supermarkt-Ampel, versuchen Ladenbesitzer derzeit die geregelten Zutrittsbeschränkungen einzuhalten. Eine zusätzliche App soll künftig dabei helfen, überfüllte Orte frühzeitig zu erkennen, und Menschen dazu animieren, den geplanten Besuch auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Hinter “Crowdless” verbirgt sich das britische Start-up Lanterne, das so größere Menschenansammlungen verhindern will.

Die App zeigt dabei in Echtzeit an, wie viele Menschen sich an einem bestimmten Ort aufhalten. Auch “Crowdless” arbeitet mit einer Art Ampelsystem: Auf einer Navigationskarte blendet die Anwendung verschiedene Orte des öffentlichen Lebens ein. Supermärkte, Restaurants und Parks werden allesamt mit einem farbigen Punkt markiert. Färbt sich der Pin grün, so kann man den Ort bedenkenlos besuchen, bei Rot ist er überfüllt. Ist ein Punkt grau eingefärbt, so liegen nicht ausreichend Daten vor. Klickt man auf einen der Punkte, so wird die Auslastung in genauer Prozentzahl angezeigt, teilweise auch die Öffnungszeiten der jeweiligen Location.

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Google, ESA und Nutzer liefern Daten

Die Daten, die hierfür benötigt werden, werden aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen, wie “Deutschlandfunk Nova” berichtet. Zum einen liefern Google Maps und Google Places entsprechende Live-Daten über die Aufenthaltsorte seiner Nutzer. Auch die europäische Weltraumbehörde ESA unterstützt die App mit Daten aus Satelliten. Zuletzt steuert der User selbst über GPS-Tracking Informationen über die Auslastung der Plätze bei. Die Daten sollen dabei laut Hersteller anonym erhoben werden.

„Die Aufgabe unseres Unternehmens besteht darin, Daten zur Verbesserung der Sicherheit und zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung zu nutzen. Deshalb wollten wir sehen, wie wir mit unseren Fähigkeiten den Menschen in dieser schwierigen Zeit helfen können. Wir hoffen, dass ‘Crowdless’ Menschen dabei helfen kann, Social Distancing mehr zu beachten, sicher zu bleiben und die Infektionsrate von Covid-19 zu verlangsamen“, sagt Lanterne-Mitgründer Yohan Iddawela über die App.

“Crowdless” ist für Android- und iOS-Nutzer kostenfrei in den Stores verfügbar. Auch wird keine Werbung eingeblendet. Voraussetzung für die Nutzung ist eine GPS-Funktion auf dem Smartphone, die aktiviert sein muss.

RND/mkr


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