Klick und weg: Cookies nicht immer schnell akzeptieren

  • Cookie-Zustimmungsabfragen können teilweise echt nervig sein.
  • Mit Hilfe von Cookies können umfangreiche Nutzerprofile erstellt werden, die weitreichende Rückschlüsse über Surfverhalten, Vorlieben und Lebensgewohnheiten zulassen. Dieses Wissen werde etwa für personalisierte Werbung herangezogen.
  • Deswegen sollten sich Nutzerinnen und Nutzer Zeit nehmen, bevor sie ihre Präferenzen festlegen – eine Zustimmung kann nämlich auch für den User von Nutzen sein.
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Düsseldorf. Die meisten wollen die Cookie-Zustimmungsabfrage auf Webseiten nur möglichst schnell loswerden. Sie klicken auf „Akzeptieren“, oft ohne genau zu wissen, was sie da tun. Aber was passiert eigentlich, wenn alle Cookies freigegeben werden?

Cookies sind kleine Datensätze, die Webseiten auf Rechnern und Mobilgeräten hinterlegen, um die Nutzerin oder den Nutzer identifizierbar zu machen. Mit Hilfe von Cookies können umfangreiche Nutzerprofile erstellt werden, die weitreichende Rückschlüsse über Surfverhalten, Vorlieben und Lebensgewohnheiten zulassen, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Dieses Wissen werde etwa für personalisierte Werbung herangezogen.

EU schreibt aktive Zustimmung vor

Die EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) gibt vor, dass eine Einwilligung zur Anwendung von Cookies nicht in Form voreingestellter Häkchen oder Kreuzchen erfolgen darf. Nutzerinnen und Nutzer müssen aktiv ihre Zustimmung erteilen.

Trotzdem sind die Banner oft missverständlich bis manipulativ gestaltet. Davon sollte man sich aber nicht verwirren lassen, raten die Verbraucherschützer. Auch wenn es am schnellsten geht: Auf den meist farblich hervorgehobenen „Akzeptieren“- oder „Alles akzeptieren“-Button zu klicken, sei die schlechteste Alternative.

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Stattdessen lohne es sich, einen Moment zu investieren und zu lesen, welche Cookies da genau zugelassen werden sollen. Dazu ist oft ein Extra-Klick auf „Einstellungen“, „Detailauswahl“ oder ähnliches nötig. Danach ist meist schon die Angabe „Notwendig“ vorausgewählt und man kann sich mit „Speichern“, „Auswahl speichern“ oder „Auswahl zustimmen“ des Banners entledigen, ohne unnötige Cookies akzeptiert zu haben.

Blocken und löschen

Auch in den Browsereinstellungen gibt es etwas zu tun. Dort blockiert man am besten Cookies von Drittanbietern. Außerdem sollte man den Browser so einstellen, dass die Cookies nach jeder Sitzung automatisch gelöscht werden.

Geht das nicht, ist das regelmäßige Löschen aller gespeicherten Cookies notwendig, wenn man nicht auf seinem Weg durchs Netz beobachtet werden möchte (Tracking). Die Experten raten idealerweise zum Cookie-Löschen nach jeder Sitzung. Absolutes Minimum sei aber ein monatliches Reinemachen.

Cookies können durchaus sinnvoll sein

Cookies können durchaus sinnvoll sein – zum Beispiel auch für Medienunternehmen wie uns, das RedaktionsNetzwerk Deutschland. Denn Cookies erlauben es, das Surfverhalten der Leser so kennenzulernen, dass journalistische Qualitätsangebote noch präziser den Leserwünschen angepasst werden können. Zudem sorgt Werbung, die direkt auf Konsumenten zugeschnitten ist, auch dafür, dass Medienunternehmen mehr Geld in guten Journalismus investieren können, wovon wiederum die Leserinnen und Leser profitieren. Mit einer punktuellen Nutzungszustimmung bei Cookies kann man also durchaus zur Qualitätssicherung beitragen – und Sie, liebe Leserinnen und Leser, können sicher sein, dass wir im RedaktionsNetzwerk Deutschland verantwortungsvoll mit den Daten umgehen.

RND/dpa/dk

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