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Bundesgerichtshof verbietet umfangreiche Gratis-App des Deutschen Wetterdienstes

  • Die Vollversion der App des Deutschen Wetterdienstes bleibt kostenpflichtig.
  • Die Behörde darf ihre umfangreichen Daten aus Sicht des Bundesgerichtshofs nicht gratis zur Verfügung stellen.
  • Dem Urteil war ein jahrelanger Rechtsstreit vorausgegangen.
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Karlsruhe. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) muss sich in seiner kostenlosen “WarnWetter"-App auf Unwetterwarnungen beschränken. Alle darüber hinausgehenden Vorhersagen und Informationen darf die Bundesbehörde zum Schutz privater Mitbewerber nur gegen Bezahlung oder werbefinanziert anbieten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag entschieden.

Rechtsstreit mit Konkurrent WetterOnline

Der DWD hatte 2015 eine Gratis-App mit detaillierten Wetterberichten auf den Markt gebracht. In der kostenlosen Version wurden auch Dienste wie Regenradar, Blitzortung, Luftqualität und UV-Strahlung angeboten. Dagegen hatte das Bonner Unternehmen WetterOnline geklagt. Der Konkurrent bezeichnete das Angebot als wettbewerbswidrig, da es private Anbieter benachteiligte. Wegen des Streits bietet der Wetterdienst die App in der Vollversion schon seit 2017 nur gegen Bezahlung an. Im App und im Play Store kostet sie derzeit 1,99 Euro.

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Der meteorologische Dienst der Bundesrepublik sitzt in Offenbach. Sein Auftrag ist in einem eigenen Gesetz festgelegt. Zu diesen Aufgaben gehört die Herausgabe amtlicher Unwetterwarnungen.

RND/dpa

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