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Augmented Reality: Heute probieren wir Kleidung übers Smartphone an

  • Was 2016 mit Pokémon Go begann, ist heimlich längst Teil unseres Alltags geworden: Augmented Reality (AR) ist eine der Technologien von morgen.
  • Zahlreiche Unternehmen setzen daher bereits auf die erweiterte Realität.
  • Wie sie Gegenwart und Zukunft beeinflusst, darum geht es in der Buzzword-Kolumne.
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Grün stand mir noch nie – das ist, was sich über die Jahre nicht verändert hat. Neu ist dagegen, dass ich mich für diese Erkenntnis nicht mehr in die Warteschlange eines überfüllten Einkaufszentrums kämpfen muss, um das eine Teil der Begierde anschließend in einer fragwürdig belichteten Umkleidekabine zu begutachten: Heute reicht dafür ein Blick aufs Smartphone.

Seit der Einführung der sogenannten erweiterten Realität, auch bekannt als Augmented Reality (AR), profitieren Unternehmen von ihr. Vorn dabei ist das Social-Media-Unternehmen Snap. Die App Snapchat bietet Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, digitale Inhalte auf dem Bildschirm ins reale Umfeld einzufügen. Dazu gehören zahlreiche Gadgets zum Amüsement der Community, darunter Hundeohren und Schnauzbärte, aber seit einem Update Ende Mai auch solche, die Abhilfe bei Anprobe und Einkauf von Kleidung versprechen. Wer ein Outfit scannt oder ein Foto der Kleiderwahl aus der Bildergalerie des Smartphones auswählt, bekommt darüber hinaus Shoppingempfehlungen „von Hunderten von Marken“.

Seit einem Update gibt es bei Snapchat die Möglichkeit, Kleidung anzuprobieren und Shoppingempfehlungen zu erhalten. © Quelle: Snap Inc.
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Augmented Reality ist bereits fester Bestandteil unseres Alltags

Während die einen ihre Community mit AR locken, nutzen andere sie verhältnismäßig unauffällig. So ermöglicht etwa Google im Maps-Service neben einer platten Kartenansicht die Sicht auf eine mit der erweiterten Realität unterstützte 3D-Variante. Ein Vorteil: Userinnen und User kriegen nicht nur den Weg zum Ziel, sondern auch die Sehenswürdigkeiten darauf zu Gesicht.

Noch etwas niedrigschwelliger ist Augmented Reality zum Beispiel beim Übersetzer der Suchmaschine: Er erkennt neben Sprach- und Textnachrichten auch Buchstaben auf Echtzeitbildern und Fotos. Die Automobilbranche wiederum macht sich AR-Funktionen etwa durch Projektionen in der Windschutzscheibe zunutze, ein Beispiel hierfür ist der ID.3 von Volkswagen.

Umfrage zeigt: AR gewinnt in Zukunft an Bedeutung

Dass der Trend in Richtung erweiterte Realität geht, zeigt eine aktuelle Umfrage der Analyse-Agentur Foresight Factory und Snap. Hierfür haben die Unternehmen 20.000 Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit zu ihrem Konsum nach der Pandemie befragt. Das Ergebnis: Schon jetzt behaupteten 56 Prozent von ihnen, die Technologie habe sie zu einem Kauf ermutigt. Vor allem bei der Generation Z, der Hauptzielgruppe von Snapchat, ist AR der Auswertung nach beliebt. 23 Prozent der Befragten aus der Altersklasse gaben an, den Service bereits genutzt zu haben, weitere 45 Prozent zeigten sich offen dafür.

Ist die Gen Z unsere Zukunft, gehört dazu auch die erweiterte Realität, so scheint es. Womöglich bedeutet das, dass Treffen mit Freundinnen und Freunden künftig über VR-Brillen stattfinden. Vielleicht heißt es auch, dass das Aussuchen der Inneneinrichtung ausschließlich über Web-Anwendungen, die das gewünschte Dekoelement im Raum zeigen, funktioniert, oder dass die Karte im Restaurant standardmäßig das mitessende Auge mittels QR-Code bedient. Das lässt sich nur erahnen.

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Was bewegt die Netzgemeinde? Unsere Buzzword-Kolumne gibt Antworten.

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