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  • Apps für Corona-Regeln: „Darf ich das?“ und weitere Apps gegen das Corona-Maßnahmen-Chaos

Apps klären über Corona-Regeln auf

  • Die kostenlose App „Darf ich das?“ aus Köln sammelt bundesweit die aktuellen Corona-Regeln.
  • Nutzerinnen und Nutzer erhalten schnell einen guten Überblick über die unterschiedlichen Maßnahmen.
  • Auch andere Apps wollen im Maßnahmenwirrwarr Orientierung geben.
Katrin Schreiter
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Köln. Seit Monaten gibt es immer neue Corona-Regeln, die von Bundesland zu Bundesland sehr verschieden umgesetzt werden. Wo muss man eine Maske tragen? Wie viele Menschen dürfen sich in der Öffentlichkeit aus wie vielen Haushalten treffen? Wo darf ich zum Friseur? Die kostenlose App „Darf ich das?“ will für schnelle Hilfe in diesem Chaos sorgen.

„Wir hatten im Team den Eindruck, dass bei diesem Verordnungsdschungel keiner mehr richtig durchblickt – also wollten wir helfen, für Durchblick zu sorgen“, erinnert sich Lisa Hees von der Kölner Softwarefirma InTradeSys GmbH, die die App entwickelt hat.

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Wie funktioniert das Programm?

Die App informiert auf einen Blick, was an einem bestimmten Ort gerade bezüglich der Corona-Regeln gilt. Außerdem zeigt sie die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz für diesen Ort an. Also: Wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den letzten sieben Tagen mit dem Coronavirus in dieser Region infiziert haben. Die Nutzerinnen und Nutzer können nach Wohnort und Themen filtern. Private Daten werden nicht abgefragt.

Die App ist seit Oktober 2020 im Einsatz. Nach Angaben des Unternehmens wurde sie bisher 340.000-mal im Play- und Apple-App-Store heruntergeladen. Bisher ist die App kostenlos und werbefrei. „Es handelt sich hierbei um ein sozial innovatives Pro bono Projekt“, sagt Hees, die sich freut, dass „die Björn Steiger Stiftung seit Februar inhaltlich und finanziell unterstützt“.

410 Landkreise - „viel Fleißarbeit“

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Mittlerweile „füttert“ ein siebenköpfiges Team das Programm mit tagesaktuellen Informationen. „Dabei wird auf Bundeslandebene immer pünktlich zum Erscheinen der neuen Verordnungen aktualisiert – dann nach und nach die Allgemeinverfügungen der 410 Landkreise“ , erklärt Hees. „Das ist viel Fleißarbeit, für die wir gerade eine gewisse Routine entwickeln.“

Dass in der Politik kein Förderinteresse besteht, ärgert das Team. „Denn wegen der fehlenden offiziellen Unterstützung dürfen wir für die App bestimmte Suchbegriffe wie „Corona“ oder „Pandemie“ nicht benutzen“, erklärt Hees. Um Fake News zu vermeiden, verbieten App-Stores den App-Entwicklern grundsätzlich Corona-Keywords zu verwenden, wenn die Apps nicht offiziell gefördert wurden. „Damit fehlt uns natürlich Fußpublikum“, so Hees, die hofft, dass demnächst das App-Projekt „von offizieller Stelle unterstützt wird, um die entsprechenden Keywords verwenden zu können“.

Apps für Corona-Regeln und Kontaktnachverfolgung

Bei all den Corona-Apps muss unterschieden werden zwischen den Programmen, die vor allem die Kontaktnachverfolgung beispielsweise nach Restaurant-, Hotel- oder Konzertbesuchen für alle Seiten einfacher machen sollen – wie die Corona-Warn-App des Bundes oder die Luca-App. Und den Programmen, die helfen wollen, die aktuellen Regelungen vor Ort anzuzeigen.

NINA und CoroBuddy informieren über regionale Bestimmungen

So haben Studentinnen und Studenten der Uni Würzburg die App CoroBuddy entwickelt, die seit Kurzem im Playstore für Android-Geräte und bald auch im App Store von Apple verfügbar sein soll. Zurzeit bringt ein ehrenamtliches Team die Smartphone-Anwendung jeden Tag auf den neuesten Stand. Die Infos reichen von A wie Alkoholverbot über Bußgelder, Gastronomie und Glaubensgemeinschaften bis zu Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungen.

Auch die kostenlose Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes NINA informiert über die unterschiedlichen regionalen Bestimmungen zur Corona-Pandemie. Die App ist mittlerweile in sieben Fremdsprachen und in deutscher leichter Sprache verfügbar. Sie steht für die Betriebssysteme iOS sowie Android bereit und zeigt auf einen Blick wichtige lokale Regelungen der Landkreise zur Corona-Pandemie an. Hierzu gehören beispielsweise die Kontaktbestimmungen, Regelungen zu Schulen und Kindertagesstätten oder Bußgelder.

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