Apple präsentiert neue iPads und superdünne iMacs

  • Apple lud erstmals in diesem Jahr zur virtuellen Präsentation neuer Produkte.
  • Im Fokus des einstündigen Events standen das neue iPad Pro und die neuen iMacs.
  • Zudem wurden eine neue Version von Apple TV sowie die AirTags vorgestellt, mit der sich verlorene Gegenstände finden lassen.
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Die erste Produktpräsentation von Apple im Jahr 2021 begann mit einem sentimentalen Videoeinspieler. Denn das Veranstaltungslogo morphte flugs in das alte „Hello“ der Ur-Macs – ein Intro als Hinweis auf neue iMacs? Genau! Die Spekulationen im Vorfeld waren richtig. Die Vorstellung der neuen Desktopcomputer waren ebenso Teil des Abends wie das neue iPad Pro.

Doch davor gab es aber auch noch Einiges zu sehen …

iPhone 12 in neuer Farbe

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Apple bringt Farbe in den Frühling – die iPhone-12-Smartphones gibt es jetzt im neuen Farbton Purple. Der Suchdienst Find My soll auch für Third-Party-Anbieter nutzbar sein – und somit auch Nicht-Apple-Geräte suchen und finden können.

Die Modelle des iPhones 12 sind jetzt auch in dem neuen Farbton Purple erhältlich. © Quelle: Apple Inc.

Helfer beim Finden: AirTags

Sie waren so lange angekündigt wie kaum ein Apple-Produkt: die AirTags – kleine kronkorkenartige Bluetoothchips, die mittels der neuen Funktion Precision Finding die exakte Entfernung zum vermissten Gegenstand herstellen können. Der Preis für die stylishen Chips ist happig: 35 Euro für einen, 119 Euro für vier. Dazu gibt es schicke Accessoires – sogar vom Edelhandtaschenhersteller Hermès – etwa einen Gepäckanhänger (AirTag inkludiert) für flockige 449 Euro. Alles bestellbar ab kommenden Freitag.

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Die AirTags sollen dem Suchen von Gegenständen ein Ende machen. © Quelle: Apple Inc.

Upgrade für Apple TV

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Auch Apple TV erfährt ein Upgrade. Der neue A12-Bionic-Chip sorgt für ruckelfreie HDR-Wiedergabe. Kinokonform kalibrieren lässt sich das neue Apple TV übrigens über das iPhone – mit einer eigens entwickelten Software. Die Fernbedienung wurde komplett überarbeitet und dient jetzt in neuem Aluminiumgewand auch als Universalfernbedienung fürs TV-Gerät. Bestellbar ab 30. April für 199 Euro (32 GB Speicherplatz) und 219 Euro (64 GB).

Das neue Apple TV. © Quelle: Apple Inc.

So schlank wie nie: der neue iMac mit M1-Chip

Es ging Schlag auf Schlag. Als Nächstes sprach Tim Cook über den neuen Mac und seine neue Chiparchitektur. „Heute gehen wir einen weiteren, entscheidenden Schritt nach vorn“, kündigte Cook Neuigkeiten über den neuen M1-Chip und dessen neue Architektur an – den ersten Computer, der für den neuen Chip konstruiert wurde: der nigelnagelneue iMac. Und die Regenbogenfarben von vor 20 Jahren sind auch wieder da. Sieben sind es zum Start. Strahlende Farben auf dem Rücken des eleganten, schlanken Rechners. Der neue Chip sorgt für ein flunderartiges Gehäuse. So schlank war der iMac noch nie – 11,5 Millimeter beträgt die Breite des Geräts. Verbessert wurde alles an dem Gerät, eine HD-Kamera für Videokonferenzen und Chats. Dazu, wie Apple enthusiastisch vermeldet, „studiofähige“ Mikrofone und sechs Lautsprecher mit knackigem Bass, wie auf der Präsentation versprochen wurde – in Dolby Atmos.

85 Prozent schneller als sein Vorgängermodell sei der neue iMac – und doppelt so leistungsfähig in Sachen Grafik. Ein echter Profirechner also. Eine wirklich clevere Neuerung ist das Universal Clipboard. Man kann einen Text aus dem iPhone ausschneiden – und ihn in einen Text auf dem Mac hineinkopieren.

Gleich drei Keyboards spendiert Apple dem neuen iMac. Unter anderem mit Touch ID – auch die Mäuse und Trackpads kommen in den fröhlichen Farben des neuen iMacs. Startpreis sind 1499 Euro (für vier Farben) für die kleinste Konfiguration und 1899 Euro für den stärksten iMac. Ab 30. April können die bunten Rechner vorbestellt werden, die Auslieferung beginnt Mitte Mai.

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Ein actionreiches Video à la Mission Impossible zeigte im Anschluss an die iMac-Präsentation den spektakulären Diebstahl eines M1-Chips. Der junge Mann, der all die unglaublichen Stunts macht, um den Chip zu klauen und ihn in ein neues iPad Pro einzusetzen, hat natürlich eine Silikonmaske auf – und ist in Wahrheit Tim Cook. Apple ironisiert sich mittlerweile zum Glück selbst.

Leistungsfähiger auch im Grafikbereich: iPad Pro

Die Vorteile der neuen Chiparchitektur boosten auch die Leistung des neuen Spitzenmodells der Apple-Tablets. So leistungsfähig ist das neue iPad Pro auch im Grafikbereich, dass es jetzt mit den Gamecontrollern von XBox und Playstation kompatibel ist. Bis zu 2 TB Speicher bietet das neue Spitzenmodell. Und endlich ist auch ein universeller Thunderbolt-Anschluss an Bord. Natürlich läuft das neue iPad Pro auch im neuen Highspeed-Mobilfunk-Standard 5G und auch die Kameras sollen „pro“ sein. Eine neue Weitwinkelkamera mit 12 MP Auflösung samt Software Centerstage soll das Kameraerlebnis auf eine neue Stufe stellen. Der Bildschirm ist neu, er hat im großen Pro-Modell mit 12,9 Inch-Bildschirmbreite dieselbe XDR-Qualität wie im sündenteuren 32-Inch-Pro-Bildschirm für Grafikprofis. Fürs iPad Pro wurde dafür die Mini-LED-Technik angewendet – um, laut Apple, den besten Bildschirm in dieser Größe zu präsentieren.

Die neuen farbenfrohen iMacs. © Quelle: Apple Inc.

Und was soll das Edelteil kosten? Das 11-Inch-Gerät beginnt bei 879 Euro, die 12,9-Inch-Version bei 1199 Euro. Vorbestellbar sind die Geräte ab dem 30. März.

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Das neue iPad Pro. © Quelle: Apple Inc.

Fazit

In nur einer Stunde peitschte Tim Cook durch dieses Keynote. Dabei war neben den beiden Hauptattraktionen auch noch Zeit, Apples große Umweltziele, neue Funktionen für die Kreditkarte Apple Card, die es in Deutschland noch nicht gibt, sowie einer eigenen App für Podcasts vorzustellen. Eine rasende Fahrt durch den ersten Innovationsparcours des Jahres – mit einer kleinen Überraschung in der Überraschung: Der eigentlich erwartete 32-Inch-Screen für die neuen iMacs blieb aus. Aber die 24 Zoll in dem winzigen Rahmen sehen auch schon recht groß aus. Bei dem Tempo der Präsentation darf man auf den Rest des Jahres aus Apple-Sicht gespannt sein.

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