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Reif für die Insel – “Animal Crossing: New Horizons” im Test

  • Wenn man schon derzeit nicht in der Realität verreisen kann, gibt es virtuell die unterschiedlichsten Möglichkeiten.
  • Eine ist das Spiel “Animal Crossing: New Horizons”.
  • Es ist eine Art virtueller Dauerurlaub.
Jan Bojaryn
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Hannover. Viele Menschen sind gerade ziemlich angespannt. Dieses Videospiel hingegen bringt Entspannung. Schon zu Beginn spielen butterweiche Blechbläser eine sommerliche Melodie. Und so geht es in “Animal Crossing: New Horizons” immer weiter. Das Spiel ist ein virtueller Dauerurlaub. Er beginnt in einem Reisebüro, und anders als in der echten Welt passieren ab dann nur lustige, nette Dinge.

In der “Animal Crossing”-Serie spielt man kein Abenteuer, sondern einen anderen Alltag. In “New Horizons” erstellt jeder Spieler einen menschlichen Charakter, der dann auf eine malerische, kleine Insel zieht. Die Nachbarschaft besteht aus freundlichen sprechenden Tieren. Und wie immer in der Serie ist auch der Immobilienhai und Marderhund Tom Nook da. Bei ihm zahlen Spieler erst die Reisekosten ab, dann das eigene Haus, später diverse Erweiterungen. So wird aus einer fast leeren Campinginsel eine brummende Tierkleinstadt.

Nicht einmal Nooks Zahlungsaufforderungen erzeugen in diesem Spiel Druck. Wann das Haus abbezahlt wird, ist egal. Und fast jede Aktivität bringt den Spielern Geld oder wertvolle “Meilen” ein. Sie können angeln, Schmetterlinge fangen, Früchte ernten, mit den Nachbarn plaudern und selbst allerlei Dekoobjekte und Möbel bauen. Vieles davon ist fast banal einfach, aber um Herausforderungen geht es eben nicht, sondern darum, nette Dinge an einem schönen Ort zu tun – und das jeden Tag ein bisschen.

Nach einer halben Stunde am Stück wird es langsam langweilig. Und das wirkt wie Absicht. Der Inhalt im Spiel wächst und ändert sich langsam und beständig. In der Lebenssimulation laufen Tage und Jahreszeiten in Echtzeit ab. Bestimmte Inhalte sind nur zu bestimmten Terminen verfügbar. Es gibt also oft etwas Neues zu tun – aber nie besonders viel auf einmal. Wer zu lange angelt, dem geht zuerst der Spaß aus und dann die Angel kaputt.

Am sinnvollsten spielen Erwachsene und Kinder dieses Abenteuer kurz und regelmäßig. Und am besten tun sie es zusammen. Der Multiplayermodus ist eine der großen Stärken von “Animal Crossing: New Horizons”. Er funktioniert auch online, aber offline sogar noch besser. Dann werden die Geschwister zu Nachbarn auf derselben Insel. Bis zu acht Spieler können auf einer Konsole einziehen. Wenn sie allein spielen, sehen sie die Behausungen der anderen. Aber sie können die Mitspieler auch direkt einladen und insgesamt zu viert zusammen herumlaufen – genügend Controller vorausgesetzt.

Teamwork und Mitmachen sind in diesem Spiel immer wichtig, egal ob zusammen oder allein gespielt wird. So ist das Spiel fast schon pädagogisch wertvoll.

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“Animal Crossing: New Horizons” ist für Nintendo Switch erschienen. Es kostet 60 Euro und hat keine Altersbeschränkung.

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