• Startseite
  • Digital
  • Aldi: iPhone 7 gebraucht - das bedeutet der Zusatz “generalüberholt”

Das iPhone 7 vom Discounter: Das bedeutet der Zusatz “generalüberholt”

  • Ab Donnerstag, 27. Februar, verkauft der Discounter Aldi Nord das iPhone 7.
  • Bei den Smartphones handelt es sich allerdings nicht um neuwertige Geräte, sondern um generalüberholte.
  • Das bedeutet: Kunden sollten vor dem Kauf unbedingt prüfen, ob es sich um Gebrauchtware handelt, und ob die Geräte Mängel aufweisen.
Laura Beigel
|
Anzeige
Anzeige

Essen. Der Discounter Aldi Nord will ab Donnerstag, 27. Februar, Smartphones der Marke Apple verkaufen: Die Discount-Einzelhandelskette bewirbt derzeit das iPhone 7 mit einem internen Speicher von 32 Gigabyte. Hinzu kommt eine Garantie von zwei Jahren beim Vertragspartner Medion sowie eine Aldi-Talk-SIM-Karte mit einem Guthaben von zehn Euro. Was für viele Apple-Liebhaber wie ein verlockendes Angebot klingt, hat jedoch einen Haken.

Smartphones mit Gebrauchsspuren

Denn auf der Internetseite von Aldi Nord wird das iPhone 7 als “generalüberholt” gelistet. Somit handelt es sich nicht um neuwertige Produkte, sondern um “vollständig reassemblierte”. Generalüberholte Produkte, die auch als Refurbished-Ware bezeichnet werden, werden in der Regel zuerst optisch überprüft, ehe eine Funktionskontrolle stattfindet. Zusätzlich werden das Gehäuse und Display gereinigt, neu verpackt und eventuell mit neuem Zubehör wie einem Headset versehen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Ob bei den Kontrollen auch altersschwache Akkus ausgetauscht werden, ist fraglich. Teilweise kann es sich bei generalüberholten Produkten auch um Neuware wie Restposten oder unbenutzte Austauschgeräte ohne vollständige Verpackung handeln.

Experten raten zu genauer Prüfung

Nicht nur wegen des Software-Supports, sondern auch wegen alternder Akkus und Komponenten, die irgendwann veraltet sind, raten Experten, nur in Ausnahmefällen Smartphones zu kaufen, die älter als drei Jahre sind. Auch wenn der Anbieter das gebrauchte Telefon mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt hat, sollten Käufer das gleich noch einmal tun.

Zudem steht eine gründliche Prüfung an: Sind die Druckpunkte der Tasten noch ok? Gibt es Pixelfehler im Display? Sind die Anschlüsse defekt oder ausgeleiert? Macht die Kamera scharfe Fotos? Gibt es Störgeräusche beim Musikhören? Wird eine Speicherkarte nach dem Einlegen erkannt?

Anzeige

Hatte das Gerät schon einen Wasserschaden?

Ob es bei dem Gerät vielleicht schon einen Wasserschaden gab, lässt sich manchmal durch einen prüfenden Blick in den Schacht der SIM-Karte feststellen. Dort könnte eine weiße Indikatorfläche sein. Ist diese vorhanden und verfärbt, war höchstwahrscheinlich Wasser im Gehäuse.

Anzeige
Dass bei generalüberholten Smartphones auch verbrauchte Akkus ausgetauscht werden, ist nicht immer der Fall. © Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Gebrauchte Geräte sollten genau kontrolliert werden

Die Zeitschrift Computerbild etwa rät Verbrauchern, sich die Originalverpackung von den Verkäufern zeigen zu lassen, um zu kontrollieren, ob es sich bei dem Gerät um ein bereits aktiviertes Handy handelt. Außerdem sollten Käufer die Seriennummer auf der Internetseite checkcoverage.apple.com einlesen. Dort werde angezeigt, wenn die Garantie bereits abgelaufen ist. Bei wirklich gebrauchten Geräten sollte das Gehäuse auf Dellen und das Display auf Kratzer überprüft werden. Der Akku-Status sei in den Einstellungen unter Batterie/Batteriezustand kontrollierbar. Der Batteriezustand sollte eine Kapazität von über 95 Prozent anzeigen.

Wie lange sind Updates für das iPhone 7 erhältlich?

Anzeige

Apple selbst verkauft das iPhone 7 in seinen Stores nicht mehr. Der Hersteller hatte 2016 das Smartphone auf den Markt gebracht. Die damals neuartige Kamera mit optischem Bildstabilisator gilt inzwischen als veraltet. Der Turbo-Prozessor A10 Fusion kann nach Einschätzung von Experten zwar mit neueren Modellen wie dem iPhone 8 oder 11 mithalten, die Akkulaufzeit hinkt jedoch hinterher. Umso fraglicher ist, wie lange Apple das iPhone 7 mit neuen Updates versorgt. Noch ist jedoch die aktuelle Version iOS 13 für das iPhone 7 kompatibel.

Apple hat den Verkauf des iPhone 7 eingestellt. © Quelle: imago images/ZUMA Press

Zudem ranken sich einige Gerüchte darum, dass Apple im Frühjahr ein neues Einstiegs-iPhone vorstellen will: das iPhone 9. Dadurch wäre es möglich, dass die Preise älterer Modelle weiter sinken würden. Ein neuwertiges iPhone 7 wäre dann wahrscheinlich ebenso erschwinglich wie ein gebrauchtes.






  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen