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123456 und Co.: Die Deutschen nutzen weiterhin unsichere Passwörter

  • Bei der Wahl der Passwörter setzen Internetnutzer Prioritäten.
  • Bei vielen geht deshalb Einfachheit geht vor Sicherheit.
  • Der aktuellen Hitliste der meistgenutzten Passwörter nach dominieren leichte Zahlenfolgen.
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Potsdam. An der Spitze der Liste der meistbenutzten Passwörter, die das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut veröffentlicht hat, herrscht Zahlen-Einerlei: Die Kombination 123456 liegt ganz vorne, dicht gefolgt von der 123456789. Auf den Rängen drei und vier: 12345678 und 1234567. Die Top 5 komplettiert das nicht minder unsichere Wort password. Dann wird es kurios. Den elften Platz besetzt das Wort „dragon“, gefolgt von „monkey“ auf Platz 12. Und auch „iloveyou“ hat an Beliebtheit gewonnen (Platz 14).

Die Zahlenfolgen lagen in ähnlicher Variation auch in den vergangenen Jahren regelmäßig vorne. Das legt den Schluss nahe, dass viele Nutzer ihre Konten schon lange Zeit mit diesen schlechten Passwörtern schützen.

Grundlage der Statistik: Datensätze von 67 Millionen E-Mail-Adressen

Für ihre Liste nutzen die Forscher des an der Universität Potsdam sitzenden Instituts ihren Identity Leak Checker als Datenbasis. Das ist ein Dienst, der auf diversen Wegen öffentlich gewordene Zugangsdaten sammelt und analysiert. Grundlage seien dieses Jahr (2019) 67 Millionen Datensätze von E-Mail-Adressen mit „.de“-Endung gewesen.

Sichere Passwörter sind kompliziert

Fakt ist: Zeichenfolgen wie 123456 sind leicht zu erraten. Auch Wörter wie monkey (Platz 14) oder die Tastaturfolge qwertz (Platz 18) schützen nicht zuverlässig vor Eindringlingen.

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Das Hasso-Plattner-Institut empfiehlt lange Passwörtern mit mindestens 15 Zeichen, die aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zusammengesetzt sind. Sie sollten nicht im Wörterbuch stehen. Zudem gilt die Regel: ein Konto, ein Passwort. Gleiche oder ähnliche Zeichenfolgen sollten Nutzer nicht bei mehreren Diensten verwenden. Werden sie einmal abgegriffen, könnten Dritte sonst auch die anderen Online-Konten kapern.

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Das sind die beliebtesten Passwörter der Deutschen
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Fantasievoll und lang sollten Passwörter sein - doch die Deutschen sind auch weiterhin nicht besonders gut darin.
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Internetnutzer können ihre Zugangsdaten mit Passwortmanager verwalten

Sich viele komplizierte Passwörter zu merken, ist schwierig. Komfortabel verwalten lassen sich die Zugangsdaten aber mit einem Passwortmanager. Wann immer es möglich ist, sollte man außerdem eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen. Dabei wird nach der Passworteingabe ein zusätzlicher Sicherheitscode verlangt, der vom Nutzer zum Beispiel per SMS oder App empfangen wird.

RND/dpa

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