• Startseite
  • Digital
  • 1. April 2020: Aprilscherze von Google, Burger King, Microsoft und Co.

April, April: Die besten Aprilscherze der vergangenen Jahre im Netz

  • Am Mittwoch ist 1. April: Kreativabteilungen vieler Unternehmen können sich wieder austoben.
  • Auch wenn vielen in diesen Zeiten eher nicht zum Scherzen zumute ist, dürfte es wieder die ein oder andere Aktion im Netz geben.
  • Wir haben die originellsten Aprilscherze von Medien und Unternehmen der letzten Jahre zusammengesucht.
Anzeige
Anzeige

Hannover. Mit Aprilscherzen ist es so eine Sache: Nicht jeder kann darüber lachen und manch einer findet sie einfach nur peinlich. Trotzdem gibt es jedes Jahr pünktlich zum 1. April zahlreiche Unternehmen, die sich einen Spaß daraus machen, ihre Kunden gehörig auf die Schippe zu nehmen. Ein Überblick der (un)gelungensten Aktionen der letzten Jahre.

Burger King Aprilscherz #1: Die Whopper-Zahnpasta

Wer Burger liebt, hat sich vor drei Jahren womöglich über die Burger-King-Kampagne #whopperfresh gefreut – zumindest kurzfristig, bis die Aktion am Tag darauf aufgelöst wurde. Die Fast-Food-Kette kündigte eine eigene Zahncreme an, die beim Zähneputzen ihren einzigartigen Geschmack bestehend aus flame-grilled Beef, Tomaten, Zwiebeln und Co. entfalten sollte. Nach Angaben von Burger King sollte die Zahnpasta nur eine kurze Testphase durchlaufen und dann in allen Filialen erhältlich sein. Sogar einen eigenen Werbespot hatte das Marketing-Team sich für die hauseigene Zahnpasta einfallen lassen:

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Burger King Aprilscherz #2: Der Whopper für Linkshänder

Der Zahnpasta-Scherz ist übrigens nicht die einzige Lachnummer des Burgerbraters: Schon 1998 führte Burger King so manchen leichtgläubigen Kunden hinters Licht, als die Kette den “Whopper für Linkshänder” anpries. Damals druckte die Tageszeitung USA Today den Aprilscherz auf einer ganzen Seite ab. Der Burger sollte aus denselben Zutaten wie der normale Whopper bestehen, nur dass Tomate, Frikadelle und Co. eben um 180 Grad gedreht wären.

Aprilscherz-Klassiker der BBC: Spaghetti-E(r)nte

Anzeige

Schon etwas älter, aber immer wieder gut: Eine besonders erinnerungswürdige Ente ist ein Beitrag der BBC über die Spaghetti-Ernte im Tessin. In dem Fernsehbeitrag aus dem Jahr 1957 wurden Frauen gezeigt, die Spaghetti von Bäumen pflücken, um sie danach in der Sonne trocknen zu lassen. Seriös und dokumentarisch verpackt sorgte der Beitrag dafür, dass im Nachhinein Tausende Menschen bei der BBC anriefen, um zu erfahren, wie der Spaghetti-Anbau im heimischen Garten funktioniert.

Anzeige

Aprilscherz von Ritter Sport: Sonderedition mit Mett

Sehnsüchtig von vielen Schokoladenfans erwartet und 2014 endlich wahr geworden: Die Mett-Schokolade von Ritter Sport. Das zumindest behauptete die Schokoladenmanufaktur, die sich zu diesem Zweck extra mit dem Wursthersteller Rügenwalder Mühle zusammengeschlossen habe. Die limitierte Auflage ließe sich ab sofort über den Webshop bestellen, so Ritter Sport damals.

Auch in den Folgejahren hat sich Ritter Sport immer wieder Aprilaktionen einfallen lassen. So folgte 2015 etwa der “Ritter Sport 3-D-Drucker für zu Hause” und 2016 die edelste Schokolade der Welt mit Blattgold, Safranfäden und Trüffel-Champagnercreme.

Aprilscherz der Polizei München: Polizisten-Dating

Kreativ waren auch die Kollegen der Polizei München, die zum 1. April 2017 eine eigene Polizei-App angekündigt hatten. “Per Wisch zum Cop-Partner” versprach die App und versuchte zwischen Polizisten und Bürgern zum Dating und Kennenlernen anzuregen. Für die ersten zehn Downloads sollte es außerdem jeweils ein Gratis-Handschellen-Set dazugeben.

Anzeige

Aprilscherze von Google: Google Gulp und das perfekte Hummus

Die April-Scherze von Google sind berüchtigt, 2016 musste einer von ihnen nach Protesten sogar rückgängig gemacht werden. Dazu später mehr.

2005 wollte man Nutzern mit “Google Gulp” glaubhaft machen, dass das Unternehmen ein Getränk erfunden habe, durch das sich die Intelligenz des Nutzers steigern ließe. 2013 versetzte die Suchmaschine seine Nutzer mit der Botschaft „Google löscht YouTube“ in Angst und Schrecken, ein Jahr darauf sollten interplanetarische IP-Adressen vergeben werden und 2018 “erfand” Google Israel die „Google Hummus API“, über die sich der Kichererbsenbrei als Information in der Cloud speichern ließe. Google habe so endlich die Möglichkeit, zu verstehen, wie die individuellen Geschmacksnerven des einzelnen Nutzers funktionierten – um ihm so das perfekte Hummus-Rezept in den Suchergebnissen vorschlagen zu können.

Für Ärger sorgte dagegen der Aprilscherz von 2016. Google änderte den “Senden und Speichern”-Button bei Gmail durch “Senden und Mic fallen lassen”. Der Mail wurde damit ein animiertes GIF angehängt, in dem ein Minion zum Abschluss der Nachricht ein Mikrofon fallenlässt. Der Scherz basierte auf dem legendären “Mic-Drop” von Barack Obama im gleichen Jahr. Viele Nutzer fanden das allerdings wenig lustig, nachdem sie den Button versehentlich bei wichtigen Mails, wie etwa Bewerbungsschreiben, betätigt hatten. Über Soziale Medien erhielt das Unternehmen daraufhin so viel Kritik, dass Google den Button wieder entfernte.

Anzeige

Aprilscherze von Microsoft: 2019 setzte das Unternehmen aus

Ähnlich wie Google und weitere Tech-Konzerne war sich Microsoft regelmäßig für humoristische Einlagen am 1. April nicht zu schade. Dazu gehörten beispielsweise der verbesserte Outlook-Service, bei dem Mails als Brief per Lieferwagen verschickt werden sollten. oder die “Shake to Save”-Funktion am Handy, durch die Nutzer ihre Daten bei dem Cloudspeicherdienst OneDrive angeblich mittels Schütteln speichern konnten. Sogar eine eigene Office-Version für Katzen war in den letzten Jahren dabei.

2019 steuerte die Marketingabteilung allerdings keinen Aprilscherz bei – in einem internen Memo von Chris Capossela an seine Mitarbeiter teilte dieser mit, dass die Aktionen der letzten Jahre nicht nur positive Auswirkungen auf das Unternehmen gehabt hätten. Ob es in diesem Jahr wieder einen Aprilscherz von Microsoft gibt, bleibt abzuwarten.

1. April: Woher kommt der Aprilscherz?

Woher der Brauch des Aprilscherzes stammt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Als Erklärung dienen verschiedene historische Überlieferungen, von denen jedoch keine als offizieller Ursprung gilt.

Relativ sicher lässt sich dagegen sagen, dass die Redensart “jemanden in den April schicken” erstmals Anfang des 17. Jahrhunderts in Deutschland auftauchte. Der Begriff “Aprilscherz” bürgerte sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein.

Auch in anderen europäischen Ländern etablierte sich der 1. April als ein Tag, an dem sich erfundene Geschichten erzählt wurden, mit der Absicht, andere Menschen hereinzulegen. Über Auswanderer gelangte die Tradition schließlich nach Nordamerika, wo “April Fool’s Day” bis heute eine vor allem durch verschiedene Medien aufrechterhaltene Tradition ist.

RND/do/pf

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen