Virtuelle Besinnlichkeit: So gelingt die Weihnachtsfeier im Homeoffice

  • Aufgrund der Kontaktbeschränkungen fallen in diesem Jahr viele Veranstaltungen aus.
  • Auch die Weihnachtsfeiern von Unternehmen sind davon betroffen.
  • Weihnachtsfeiern können aber auch aus dem Homeoffice richtig Spaß machen.
Anja Schreiber
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Weihnachtsfeier im Homeoffice: Das könnte in diesem Jahr die Alternative zum üblichen vorweihnachtlichen Betriebsfest werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es besteht keine Ansteckungsgefahr und trotzdem fallen die gemeinsamen Stunden mit dem Team nicht aus – auch wenn sie dieses Jahr nur im Netz stattfinden.

„Virtuelle Weihnachtsfeiern sind eine gute Idee. Denn in Pandemiezeiten ist es eine Kunst, den Kontakt zueinander aufrechtzuerhalten“, erklärt Nandine Meyden, Kommunikationstrainerin aus dem niedersächsischen Neuenkirchen. „Da viele Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten, fehlt der informelle Austausch auf dem Flur und in der Teeküche.“ In Videokonferenzen fällt der Small Talk oft unter dem Tisch. „Viele vermissen das Gefühl der Zusammengehörigkeit und Lockerheit. Ein Onlineevent kann da Abhilfe schaffen.“ Eine Feier im virtuellen Format sei zwar – so Meyden – kein Ersatz, aber sie betont: „Einfach das Betriebsfest ausfallen zu lassen, ist keine Alternative. Denn bei der Weihnachtsfeier geht es auch um die Anerkennung der geleisteten Arbeit.“ Es gibt also für Unternehmen gute Gründe, das neue Format auszuprobieren.

Weihnachtsfeier sollte nicht einfach ausfallen

Die Agentur Eventflotte aus Bad Neuenahr-Ahrweiler bietet solche virtuellen Weihnachtsfeiern an: „Wir organisieren zum Beispiel eine Christmas Radio Show oder ein Homeofficequiz. Ganz neu im Programm haben wir die ‚Weihnachtsbäckerei Home Edition‘“, berichtet Marc Ulrich, Geschäftsführer der Eventflotte. Das Festformat verbindet Digitales und Physisches: „Bei der Weihnachtsbäckerei erhalten die Mitarbeiter im Vorfeld ein Paket mit allen Zutaten für ein Lebkuchenhaus, die sie dann in der heimischen Küche verarbeiten.“ Dabei sind Kollegen und Chefs nicht nur via Videokonferenztool untereinander verbunden, sondern auch mit einem Bäckermeister, von dem sie Anleitungen und Tipps erhalten.

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Auch bei anderen Weihnachtsfeierformaten kombiniert die Eventagentur auf Wunsch die virtuelle Feier mit einem Offlinemoment – in Form eines Geschenkpaketes. Ulrich: „Das ist natürlich eine zusätzliche Überraschung.“

Unterhaltung soll im Vordergrund stehen

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Meyden empfiehlt den Unternehmen ebenfalls eine reale Aufmerksamkeit: „Arbeitgeber können zum Beispiel ein Päckchen mit Lebkuchen und Glühwein oder einem alkoholfreien Punsch versenden. Auch ein Gutschein für den ortsansässigen Einzelhandel ist eine gute Idee, mit dem man zugleich die von der Pandemie betroffenen Händler unterstützen kann.“ Für die virtuellen Events schlägt die Kommunikationstrainerin humorvolle Unterhaltung vor: „Die Mitarbeiter können zum Beispiel je nach Geschmack Bingo spielen oder an einem Quiz teilnehmen. Vielleicht kann der eine oder andere auch etwas Witziges vortragen.“ Wichtig sei, gemeinsam eine vergnügliche Zeit zu verbringen und es hilft, dazu auch etwas vorzubereiten, damit die Sache in Gang kommt.

Bei allen Formaten der Firma Eventflotte steht die Unterhaltung im Vordergrund: „Bei der Radioshow engagieren wir einen echten Radiomoderator, der für gute Stimmung sorgt“, so Ulrich. Musikwünsche von Mitarbeitern und News aus der Firma können genauso zum Programm gehören wie Livetalks und Radiogames. „Sie können sich über eine Onlineplattform austauschen, die wie WhatsApp funktioniert und darüber Fotos, Videos und Nachrichten teilen.“

Virtuelle Feiern können viele Mitarbeiter verbinden

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Meyden betont: „Der Anstoß zu einer virtuellen Weihnachtsfeier muss nicht immer vom Chef ausgehen, auch Mitarbeiter können so etwas organisieren.“ Denn anders als reale Feiern lassen sich Onlineevents meist unkompliziert auf die Beine stellen. Für das Event selbst hat die Kommunikationstrainerin noch ein paar Tipps: „Wer an der Veranstaltung teilnimmt, sollte kein Spielverderber sein, sondern Humor und Offenheit für das neue Format mitbringen. Klagen und Jammern sind genauso tabu wie bei Offlinefesten.“

Auch wenn eine Onlinefeier die persönliche Begegnung nicht ersetzen kann, sieht Ulrich im virtuellen Format einen Vorteil gegenüber dem Offlineklassiker: „Gerade Firmen, die Standorte in ganz Europa oder der Welt haben, können auf diesem Wege Mitarbeiter verbinden, die sich aufgrund der Entfernung kaum auf einer realen Weihnachtsfeier treffen würden.“

Tipps für virtuelle Weihnachtsfeiern

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Für digitale Weihnachtsfeiern gibt es keine Blaupausen. Marc Ulrich, Geschäftsführer der Eventflotte, hat aber ein paar Ratschläge für Arbeitgeber:

  • Seien Sie ein bisschen mutig und probieren Sie Ideen einfach aus.
  • Versuchen Sie die digitale Feier durch „physische“ Elemente aufzuwerten, wie etwa eine Weihnachtskarte oder eine Geschenkbox.
  • Versuchen Sie die Weihnachtsfeier möglichst mit Tools zu organisieren, die auch sonst im Unternehmen in Gebrauch sind.
  • Wenn es die Corona-Regeln zum Zeitpunkt Ihrer Feier zulassen, können Sie Ihrem Team auch anbieten, dass sich jeweils zwei Kollegen live treffen und gemeinsam online gehen.
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