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Sparpotenzial in der Energiekrise

IT, Heizung, Licht: Im Büro mit wenig Aufwand viel Energie sparen – so geht‘s

Beleuchtung und Elektrogeräte zählen zu den Stromfressern in Büros.

Beleuchtung und Elektrogeräte zählen zu den Stromfressern in Büros.

Düsseldorf. Im Alltag gibt es viele Möglichkeiten, Energie einzusparen. Auch in vielen Büros muss man sich angesichts der Energiekrise spätestens jetzt überlegen, wie der Verbrauch reduziert werden kann. Das Potenzial ist groß: Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (Dena) lag der gesamte Energieverbrauch aller Büro- und Verwaltungsgebäude für Heizung, Warmwasser, Beleuchtung und Kühlung im Jahr 2018 bei rund 65 Terawattstunden im Jahr. Der durchschnittliche Energieverbrauch bei Bürogebäuden liegt bei 136 Kilowattstunde pro Quadratmeter.

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Jede eingesparte Kilowattstunde Energie zählt für den kommenden Winter, der eine Versorgungsnotlage mit sich bringen könnte. Strom und Heizung sparen – „das funktioniert bereits mit wenigen Handgriffen und kleinen Veränderungen“, weiß Gerhild Loer von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sie schränkt ein: „Ähnlich wie bei Mietwohnungen müssen für bestimmte Umbauten Hauseigentümer beziehungsweise Vermieter ins Boot geholt werden.“

Doch an einigen Schrauben und Schaltern könne man auch ohne große Umstände drehen. Die Energie-Expertin hat ein paar Tipps, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lassen.

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Gestern Strom, morgen Heizung

„Bisher hat der Strom den größten Teil der Energiekosten in Büros verursacht“, sagt Loer. Laut Dena verbrauchte die Beleuchtung vor dem Krieg gegen die Ukraine rund 35 Prozent des Stroms. Kopierer, PC-Monitor, Drucker, Notebook, Fax und andere Geräte teilten sich die verbliebenen 65 Prozent.

„Demnächst wird allerdings die Heizung die Nummer eins bei den Energiekosten sein“, ist sich die Fachfra sicher. „Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.“ Doch auch bei der Klimaanlage, der Beleuchtung sowie bei Büro- und anderen Elektrogeräten lässt sich laut Loer mit einigen Kniffen viel Energie sparen:

Heizung

  • Die Heizung muss nicht über Nacht laufen. Nach Geschäftsschluss sollte die Temperatur gedrosselt werden. Smarte Technik erleichtert dabei eine abgestimmte Regulierung.
  • Mit Einzelraumregelungen lassen sich auch enorme Einsparungen erzielen.
  • In selten und kurzzeitig genutzten Räumen wie Toilette, Flur und Küche reicht meist eine etwas geringere Temperatur aus.
  • Während der Betriebsferien kann die Heizung ganz oder fast vollständig ausgestellt werden.
  • Im Winter mehrmals am Tag Stoßlüften. Sprich: bei ausgeschalteter Heizung das Fenster für ein paar Minuten weit öffnen.

Klimaanlage

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  • Im Sommer Fenster und Türen geschlossen halten, damit nur die Raumluft gekühlt wird und nicht die Umwelt.
  • Sonnenschutzsysteme vor den Fenstern reduzieren den Wärmestau. Auch hier kann smarte Technik helfen.

Beleuchtung

  • Licht nur dann einschalten, wenn man es wirklich braucht. In ungenutzten Räumen sowie Fluren, Toiletten und Küche machen Bewegungsmelder Sinn.
  • LED-Lampen für Büros erfüllen alle Anforderungen an die Beleuchtung und reduzieren die Stromkosten.
  • Eine gezielte Beleuchtung der Arbeitsplätze bei gleichzeitig reduzierter Allgemeinbeleuchtung (vor allem in Großraumbüros) verringert den Energieverbrauch und sorgt für eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Büro- und andere Elektrogeräte

  • Geräte, wenn möglich, auch während kurzer Pausen schnell in den „Schlafmodus“ versetzen.
  • Auf Bildschirmschoner verzichten, die unnötig Strom verbrauchen.
  • Abschaltbare Steckdosenleisten trennen die Geräte nach Arbeitsende vom Stromnetz. Tipp: Zur Sicherheit mit der IT-Abteilung abstimmen.

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