Vormerken: Leimringe ab Ende September um Obstbäume geben

  • Ende September müssen sich Hobbygärtner um ihre Obstbäume kümmern.
  • Sonst haben sie im nächsten Gartenjahr ein Problem mit ihrer Ernte.
  • Dann könnten sich die gefräßigen Raupen des Frostspanners im Frühjahr über Blätter und junge Früchte hermachen.
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Veitshöchheim/Karlsruhe. Um zu verhindern, dass die Obstbäume von den Raupen geschädigt werden, muss die Ei-Ablage der Frostspanner im Herbst unterbunden werden, erläutert die Bayerische Gartenakademie. Das gelingt, indem Leimringe um die Stämme der Obstbäume gelegt werden - am besten ab Ende September. Die Klebefläche verhindert, dass die flugunfähigen Weibchen die Krone erreichen, wo sie auf die flugfähigen Männchen treffen.

Warum ist der Frostspanner schädlich?

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Im Frühling schlüpfen die Raupen, die sehr gefräßig sind. Sie durchlöchern von April bis Mai die Blätter, oft bleibt nur noch das Gerippe übrig. Auch die jungen Früchte der Obstbäume fallen ihnen zum Opfer. Sind die Raupen hellgrün, stammen sie vom Kleinen Frostspanner. Sind sie eher bräunlich, handelt es sich um den Großen Frostspanner. Man kann beide auch recht gut an der Fortbewegungsweise erkennen: Sie machen dabei einen Katzenbuckel.

Was ist ein Leimring?

Ein Leimring um den Baum verhindert den Zug der Frostspanner zur Krone. © Quelle: Benjamin Nolte/dpa-tmn

Im Grunde ist ein Leimring ein etwa zehn Zentimeter breites Papier, das mit einem Spezialleim versehen wurde. Es wird am besten um den Hauptstamm unterhalb der Kronenverzweigung angebracht, rät die Gartenakademie. Aber auch Pfähle zum Abstützen der Baumkrone brauchen so einen Papierring, denn sie können sonst als Brücke für die Falter dienen. Angebracht werden die Fangfallen am besten um die Zeit mit den ersten kalten Nächten im Herbst. Und abgenommen werden sie spätestens Anfang März, denn dann werden andere Insekten wie Marienkäfer und Ohrwürmer wieder aktiv und geraten in Gefahr, in den Fallen zu landen.

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Worauf muss ich beim Anbringen achten?

Es darf keine Schlupflöcher für die Falter geben. Gerade an älteren Bäumen mit knorriger Rinde muss daher die Stelle, um die das Papier kommt, möglichst geglättet werden. Außerdem werden die Fangringe oben und unten gut mit Schnüren festgezurrt.

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Frostspanner mögen die Gehölze der Prunus-Familie. Dazu gehören Kirschbäumen und Zierkirschen. Aber auch Strauchbeeren werden befallen, genauso wie unter anderem Ahorn, Hainbuche und Schlehe.

In der Regel aber sei der Schaden durch die Raupen geringer, als es den Anschein mache, erläutert das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe. Kommt es zu einem starken Befall, der im Kahlfraß der Bäume enden kann, lassen sich die Raupen auch direkt mit Bakterien-Präparaten auf Basis des Bacillus thuringiensis bekämpfen.

RND/dpa