Garten im Dezember: Diese Gartenarbeiten sind wichtig

  • Im Winter legen nicht nur die Pflanzen eine Ruhepause ein.
  • Auch der Gartenbesitzer kann mehr entspannen als sonst.
  • Aber nicht vergessen: Im Dezember gibt es trotzdem noch ein paar Aufgaben.
Julia-Marie Meisenburg
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Hannover. Im zwölften Monat sind bunte Farben im Garten Mangelware. Erfahrene Naturfreunde haben deshalb längst vorgesorgt: Ihr privates Paradies wirkt deshalb nicht leer und langweilig, weil sie Rosenbogen- und Zäune, Buchskugeln, Dekoelemente und Rankobelisken zu ihrem zweiten großen Auftritt des Jahres verholfen haben.

Deren Konturen werden jetzt im Dezember durch Raureif und Schnee in ein schmuckes silbernes Gewand “gekleidet”. Freude macht im Winter auch der Blick auf das bunte Treiben im Vogelhäuschen – allerdings nur dann, wenn die gefiederten Freunde dort auch einen reich gedeckten Tisch vorfinden.

Leckerbissen für Vögel: Wenn es draußen kräftig friert, suchen gefiederte Gartenbesucher oft vergeblich nach Essbarem. Tierliebende Hobbygärtner schaffen Abhilfe, indem sie kleine Futterinseln einrichten, die regelmäßig nachgefüllt werden. Geeignet sind dazu geschrotete Erdnüsse, Sonnenblumenkerne, grob gemahlener Mais, mit Fett angereicherte Haferflocken und Hirse. Auch geviertelte Äpfel und Rosinen sind sehr beliebt. Wichtig: Die Futterstellen sollten katzensicher sein.

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Fruchtmumien entfernen: Sie befallen Kern- und Steinobstfrüchte, treten oft nach einem feuchten Frühjahr auf: Moniliapilze. Um Neuinfektionen zu verhindern, werden die Fruchtmumien befallener Äpfel, Birnen oder auch Pflaumen im Dezember entfernt. Nur so wird verhindert, dass der Pilz im Frühjahr neue Sporen ausbildet, die die jungen Früchte befallen könnten. Die ausgetrockneten Früchte gehören in die Abfalltonne und dürfen nicht auf dem Kompost landen.

Schneckenschreck: Was viele Gärtner nicht wissen: Die stecknadelkopfgroßen, milchigweißen Eier von Schnecken sind extrem frosttolerant. Wer im nächsten Jahr nicht wieder mit den fiesen Fressern um Zierblumen, Salat und Co. kämpfen möchte, muss jetzt im Dezember ran und unter Steinen, Brettern und Pflanzenteilen nach verborgenen Gelegen suchen. Auch häufiges Hacken des Bodens zerstört eventuelle Ansammlungen.

Weißanstrich gegen Frostrisse: Bei Obstgehölzen ist dieses Phänomen weit verbreitet: Frostrisse. Sie entstehen im Frühjahr, wenn die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sehr hoch sind. Diese starken Schwankungen (nachts Frost, tagsüber Sonnenschein) können vor allem an der Stammseite, die der Sonne zugewandt ist, starke Spannungen verursachen. Wirkungsvoll verhindert werden können die ungeliebten Risse durch einen lichtreflektierenden, weißen Kalkanstrich des Stammes. Er wird jetzt im Dezember aufgetragen. Allerdings sollten Gartenfreunde darauf achten, den Pinsel nur bei frostfreiem, trockenem Wetter zu schwingen. Auch sollte der Baumstamm vorher mit einer harten Bürste gesäubert werden.

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Schnee sieht schön aus, kann aber an Hecken und Bäumen zu Schäden führen. © Quelle: Pixabay

Vorsicht Schneebruch: Zugegeben, es sieht wunderschön aus, wenn der Garten unter einer dicken Schneeschicht versinkt. Auch dient die pulvrige Decke als Winterschutz für Pflanzen. Ein Zuviel der weißen Pracht bereitet Gartenprofis dagegen Sorgen. Sie wissen: Wird die Schneelast zu groß, kann es an Hecken und Bäumen schnell zu schweren Schäden durch Astbruch kommen. Bei anhaltendem Schneefall ist es daher sinnvoll, Sträucher und Co. ab und zu von der Last zu befreien.

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Steckhölzer schneiden: Forsythie, Weigelie, Liguster, Roter Hartriegel oder Zierjohannisbeere gehören zu den Blütensträuchern, die sich leicht durch sogenanntes Steckholz vermehren lassen. Dazu werden jetzt im Winter kräftige diesjährige Triebe abgeschnitten und in etwa gartenscherenlange Stücke mit je einer Knospe oder einem Knospenpaar am oberen und unteren Ende abgeteilt. Bis zur Pflanzung im zeitigen Frühjahr kommen die Steckhölzer jetzt bündelweise in den Boden – geeignet ist dafür ein schattiger, geschützten Platz in humusreicher, lockerer Gartenerde.

Wintermantel für’s Gemüse: Auch im Gemüsegarten stehen noch einige Arbeiten an: Alles was keinen Frost verträgt, muss jetzt raus aus dem Boden. Dazu gehört beispielsweise Wurzelgemüse wie Rote Beete, Möhren oder Knollensellerie. Eine Kiste mit feuchtem, kühlem Sand gilt dafür als idealer Aufbewahrungsort. Einige Gemüsesorten wie Grünkohl, Rosenkohl, Topinambur oder Lauch brauchen dagegen Frost, um überhaupt zu schmecken. Sie bleiben im Beet und werden je nach Bedarf geerntet.

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