Vogelhäuschen und Nistkästen noch bis Ende September reinigen

  • Für Vogelhäuschen im Garten kann ein Herbstputz ratsam sein.
  • Leicht nisten sich hier auch Milben, Zecken oder Flöhe ein.
  • Bei der Reinigung gibt es einiges zu beachten.
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Berlin. Herbstputz statt Frühjahrsputz: Wer leere Nistkästen im Garten hat, kann den Frühherbst zum Säubern nutzen und altes Nistmaterial entfernen. Darauf weist die Tierschutzorganisation "Aktion Tier" hin. In den Vogelnestern würden sich immer auch Milben, Zecken oder Flöhe finden, die den Winter überleben. Die Parasiten können für Jungvögel im Frühjahr zum Problem werden, wie die Tierschützer erklären.

In den Vogelkästen begegnen Gartenbesitzern zum Teil auch Überreste von nicht ausgebrüteten Eiern oder verstorbene Küken. Hier empfiehlt es sich, die Häuschen auszufegen oder mit klarem Wasser auszuspülen und gut trocknen zu lassen. Auf Reinigungs- oder Insektenvernichtungsmittel sollte verzichtet werden.

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Vogelhäuschen und Nistkästen nicht zu spät reinigen

Das Saubermachen sollte im Idealfall bis Ende September erfolgen. Später sind vielleicht schon neue Bewohner in die Vogelkästen gezogen, die dort im Winter Unterschlupf suchen. Dabei müssen es gar nicht immer Vögel sein. Dazu gehören auch Ohrwürmer, Schmetterlinge oder Haselmäuse, Siebenschläfer und Eichhörnchen.

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Vögel nicht nur im Winter füttern

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Auch, wenn Ihr Nistkasten noch keinen Bewohner gefunden hat, die fliegenden Besucher in Ihrem Garten zu füttern, ist immer eine gute Idee. „Ganzjähriges Füttern ist eine moralische Pflicht“, sagt Ornithologe und ehemaliger Direktor der Vogelwarte Radolfzell am Max-Planck-Institut, Professor Peter Berthold. Übrigens sind gerade die Monate September bis Dezember die enspanntesten für Vögel, da die Zugvögel bereits weg sind und kein Nachwuchs zu versorgen ist. Der kommt nämlich erst im Frühjahr.

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Beim Aufstellen des Vogelhäuschens sollten Sie darauf achten, dass es sich weder im dunklen Gebüsch oder auf offener Fläche, in der Mitte einer Rasenfläche, befindet. Das wäre zu riskant, um nur für ein Körnchen Futter aus dem Versteck zu fliegen. Die Futtersuche ist für kleine Vögel jedes Mal eine lebensbedrohliche Situation. Was das best geeignete Futter für Vögel ist, erklärt Professor Berthold im ganzen Interview.

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RND/dpa