Süßes oder Saures: Sind Halloween-Streiche strafbar?

  • Halloween-Streiche wie Eier an die Haustür zu werfen zählen als Sachbeschädigung.
  • Laut Polizei muss man auch mit einer Strafe rechnen, wenn man das Auto eines Nachbarn beschädigt.
  • Wer Parkbänke oder Haltestellenhäuschen beschädigt, muss gar mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe rechnen.
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Stuttgart. An Halloween ziehen nicht nur Kinder verkleidet um die Häuser. So mancher Streich von Älteren kann die Grenze zu strafbarem Handeln überschreiten. Darauf weist die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes hin. Dabei komme es nicht darauf an, ob etwas als Scherz gedacht war. Mit einer Strafe muss demnach beispielsweise rechnen, wer am 31. Oktober das Auto des Nachbarn beschädigt.

Noch höhere Strafen bei Zerstörung von Parkbänken und Haltestellenhäuschen

Sind Dinge betroffen, die einen öffentlichen Nutzen haben oder öffentliche Wege verschönern sollen, sind noch höhere Strafen möglich. Zu dieser sogenannten gemeinschädlichen Sachbeschädigung zählt etwa, wenn Parkbänke besprüht oder Haltestellenhäuschen zerstört werden. In diesen Fällen ist nach Angaben der Kriminalprävention mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe zu rechnen. Auch wer nur mitgegangen ist und selbst nichts beschädigt hat, kann nach Polizeiangaben unter Umständen haftbar gemacht werden. Und Jugendliche genießen ebenfalls keine Narrenfreiheit: Ab 14 Jahren werden sie strafrechtlich verfolgt.

RND/dpa