Stiftung Warentest: So machen Sie Ihr Zuhause einbruchssicher

  • Beim Einbruchsschutz geht es vor allem darum, Zeit zu gewinnen - Stiftung Warentest prüft Produkte für Fenster und Türen.
  • Doch nicht alle Schlösser und Riegel konnten den Einbruchsversuchen der Test-Redaktion standhalten.
  • Die Ergebnisse reichen selbst bei Markenherstellern von „sehr gut“ bis „mangelhaft“.
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Berlin. Einbrecher haben zu jeder Zeit Saison. Wer sie abhalten will, muss sein Zuhause sichern - und so kostbare Zeit gewinnen. Denn oft versuchen sie nur wenige Sekunden, Schlösser zu knacken oder Fenster auszuhebeln - und ziehen dann weiter.

Es gibt sehr unterschiedliche Produkte, um Fenster und Türen zu sichern. Nicht alle taugen etwas. Das zeigt eine Untersuchung der Stiftung Warentest in der Zeitschrift „test“ (10/2020). Die Diskrepanz ist da sehr groß. Die Bewertungen reichen von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ - einige Markenhersteller räumen je nach Produkt bei beiden Extremen ab.

Die Ergebnisse im Detail:

Die Wohnungstür gegen Einbrecher sichern

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Hier gibt es zwei verschiedene Systeme: Waagerechte Querriegel und senkrechte Stangenschlösser. Die Querriegel müssen gut montiert sein - Knackpunkt sei hier oft eine stabile, fachmännische Wandbefestigung.

Im Test schnitt bei den Querriegel Abus (Panzerriegel PR 2800 für 535 Euro) "sehr gut" ab. Basi (PR 900 ZA Panzer-Riegelschloss für 285 Euro) bekam die Note "gut". Zwei andere Produkte erhielten die Bewertungen "ausreichend" und "mangelhaft".

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Bei den senkrechten Stangenschlössern lag Swiss Sector (Stangenschloss SL100+ für 215 Euro) mit "gut" vorne. Ein anderes Produkt in diesem Bereich schnitt "ausreichend" ab.

Die Balkontür gegen Einbrecher sichern

Oft sind die Scharniere bei Balkon- und Terrassentüren nicht so stabil wie bei Eingangstüren - Einbrecher können sie dann einfach aushebeln. Sichern lassen sich die Fenstertüren mit einem Stangenschloss.

Im Test schnitt das Fensterstangenschloss von Abus (FOS650A für 214 Euro) am besten ab - mit der Bewertung "sehr gut". Ein anderes Produkt bekam "gut" und ein Drittes die Note "mangelhaft".

Die Fenster gegen Einbrecher sichern

Die Tester empfehlen immer beide Seiten der Fenster zu sichern - also die Griff-Seite und die Scharnierseite.

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Im Test bekamen zwei Produkte, die beide Seiten zugleich absichern, die Note "sehr gut": das Fuhr-Set (plusprotect 150V2 für 63 Euro) sowie die Fenstersicherung von Deni (Softline für 37 Euro).

Die Produkte, die die Griff-Seite absichern, kosteten im Schnitt zwischen 40 und rund 90 Euro. Vier von fünf Produkten bekamen die Note "sehr gut" und eines "mangelhaft". Ganz vorne lag Burg-Wächter (Winsafe WS 33 für 50 Euro).

Unter den Sicherungen für die Scharnierseite bekam Abus für zwei Produkte die Note "sehr gut" - für das Modell FAS101 für 57 Euro sowie für das Modell FAS97 für 60 Euro. Ein Produkt bekam die Bewertung "mangelhaft".

Hilfe und häufige Einbruchsversuche

Wer will, kann sich an die Beratungsstellen der Polizei wenden. Die Experten kommen dann kostenlos zu Privatpersonen nach Hause und zeigen Schwachstellen vor Ort.

Übrigens: Bei Einfamilienhäusern kommen 18 Prozent der Einbrecher über die Haustür, 27 Prozent über die Fenster und 50 Prozent über die Balkon- und Terrassentür. Das berichtet "test" mit Verweis auf eine Erhebung der Polizeipräsidien Köln und Leverkusen.

In Mehrfamilienhäusern dringen hingegen 52 Prozent der Einbrecher durch die Wohnungstür ein, 30 Prozent kommen über die Balkon- und Terrassentür, und 18 Prozent brechen über die Fenster ein.

RND/dpa

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