Stiftung Warentest: Saug- und Wischroboter putzen schlampig

  • Der moderne Wischmopp saust in vielen Haushalten ganz eigenständig über den Boden.
  • Die meisten Saug- und Wischroboter putzen allerdings mittelmäßig bis schlecht, urteilt die Stiftung Warentest
  • Keines der getesteten Produkte empfehlen die Tester uneingeschränkt.
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Sie putzen selbstständig, flink und kommen in fast jede Ecke - das zumindest versprechen Hersteller beim Verkauf. Fünf Saug- und Wischroboter und zwei reine Wischroboter hat die Stiftung Warentest jetzt genauer unter die Lupe genommen. Das Urteil: "Kein Modell erzielt ein gutes test-Qualitätsurteil", heißt es in der "test"-Januarausgabe.

"Die kleinen Kerle wirken putzig, aber die Erfolge ihrer Bemühungen lassen zu wünschen übrig", sagen die Experten der Stiftung Warentest. Ihre Empfehlung: "Wer einen wirklich guten Putzroboter sucht, sollte auf optimierte Nachfolgemodelle hoffen."

Roboter wischen nicht so gut wie Menschen

Beim Test selbst wollten die Prüfer es ganz genau wissen. Kaffee, Fettiges und Senf haben sie im Labor auf die Fliesen geschmiert. Das Ergebnis: Die Kombigeräte, die saugen und wischen können, zeigten bescheidene Putzergebnisse. Staub blieb laut der Warentester auf dem Boden liegen, nach dem Wischen waren weiterhin Flecken sichtbar. Kaffee konnten die meisten Roboter allerdings noch entfernen.

Gegen angetrockneten Senf kamen sie nicht mehr an. Im Vergleich zum klassischen Moppsystem mit Eimer müssen Roboter zudem mit wenig Wasser auskommen. In ihre Tanks passe nicht einmal ein halber Liter, kritisierten die Tester.

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Saug- und Wischroboter als Ergänzung im Haushalt

Auch beim Saugen läuft es nicht ganz rund. Auf Hartböden putzen die Roboter noch ganz gut - auf Teppichboden bleibt der Schmutz laut der Warentester aber an den Ecken liegen. Auch schmale Lücken sind für Saugroboter ein Problem. Für engere Bereiche zwischen Möbeln muss man sich dann doch wieder bücken - und Handarbeit leisten.

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Eine Faustregel, die die Tester aus ihren Erfahrungen im Labor ableiten: Je größer und schmutziger die Fläche, desto mehr spricht für manuelles Wischen und Auswringen. Der Roboter eigne sich eher als Ergänzung "für zwischendurch."

Selbst der Testsieger schneidet nur mittelmäßig ab

Keins der getesteten Modelle kam über ein "Befriedigend" hinaus. Von den Kombiprodukten, die saugen und wischen können, überzeugte am ehesten noch der Ecovacs Deebot Ozmo 930 für 380 Euro. Das Gerät säubere Hartböden und Teppiche recht ordentlich, komme aber beim Wischen nicht gegen hartnäckige Flächen an, schreiben die Tester. Von Vorteil: Die brauchbare Putzhilfe überwindet immerhin rund zwei Zentimeter hohe Türschwellen und ist vergleichsweise leise.

Am schlechtesten abgeschnitten hat der Proscenic 790T, der 279 Euro kostet. Mit schlechter Navigation und einem kleinen Tank verzeichneten die Tester eine bescheidene Leistung. Ein weiterer Negativ-Effekt: Das Gerät pustet relativ viel vom angesaugten feinen Staub wieder in die Luft.



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