So lassen sich Kühlschrank und Kühltruhe leicht reinigen

  • Experten raten dazu, alle vier bis sechs Wochen Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Tiefkühler zu putzen.
  • Dafür braucht es keine aggressiven Reiniger, sondern es reichen einfache Haushaltsmittel.
  • Gerade jetzt in den Wintermonaten ist die ideale Putzzeit. Denn Lebensmittel könne kurzzeitig auf dem Balkon oder der Terrasse zwischengelagert werden.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Gute Nachrichten für alle, die keinen modernen Kühlschrank haben: Der Winter ist die beste Zeit, um das Gefrierfach von seiner Eisschicht zu befreien. Warum? Man kann die gefrorenen Lebensmittel an einem kalten Tag einfach auf dem Balkon oder der Terrasse zwischenlagern.

Aber manche dürfte dieser Tipp gar nicht interessieren: Denn Kühlschränke, die sich selbst eisfrei halten, stehen heute schon in vielen Küchen. Leider gibt es aber keine Geräte, die sich auch selbst reinigen – da muss also jeder ran.

Experten empfehlen alle vier bis sechs Wochen zu putzen - aus hygienischen Gründen. "Wenn etwas ausläuft oder klebt, sollte der Schmutz umgehend entfernt werden, damit sich keine schädlichen Bakterien oder Schimmelpilze ansiedeln", rät Claudia Oberascher, Projektleiterin der Initiative Hausgeräte+.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

So wird der Kühlschrank richtig geputzt

Lebensmittel können vor allem in den Wintermonaten einfach auf dem Balkon oder der Terrasse zwischengelagert werden.

Der Innenraum mit allen Ablagen ist Pflicht beim Putz. Wer Glück hat, kann bewegliche Teile wie Glas- oder Kunststoffplatten, Fächer und sonstige Ablagen einfach in die Spülmaschine geben. Ob dies möglich ist, steht in der Bedienungsanleitung des Herstellers.

Beim Putzen darf man sensible Stellen im Kühlschrank nicht vergessen. "An der hinteren Wand befindet sich unten ein kleines Loch, durch das ständig das Abtauwasser abläuft", sagt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). Das muss man regelmäßig säubern, damit es nicht verstopft und sich dort das Wasser staut.

Auch die Gummidichtung rund um die Kühlschranktür ist ein beliebter Platz für Bakterien und Keime. "Sie sollte öfter mit einer Spüli-Lösung oder einem verdünnten Hygienereiniger abgewischt werden", rät Oberascher. Dabei kann man kontrollieren, ob sie noch überall dicht schließt. Wenn nicht, einfach Türdichtungen nachkaufen.

Anzeige

Die richtigen Reinigungsmittel hat jeder Zuhause

Die Geräte sollten mit Wasser, verdünntem Spülmittel oder einem Neutralreiniger geputzt werden, rät Oberascher. Vom Nachwischen mit Essig, wie es oft empfohlen wird, hält sie nichts: "Die Säure könnte die Oberflächen angreifen." Auch Scheuermilch und feste Scheuerlappen sind für den Kühlschrank gar nicht gut. Sie rauen die Oberfläche auf, sodass sich an den beschädigten Stellen Bakterien leichter ansiedeln können. Stattdessen besser die Reinigungsmittel länger einwirken lassen und dann mit einem weichen Lappen den Schmutz abwischen, rät Glassl. Sein Tipp für Fettrückstände ist Küchenreiniger. "Unverdünnt drauf sprühen und danach gut abwaschen."

Eis nicht mit dem Messer abkratzen

Rechtzeitig abtauen, ist aus energetischer Sicht wichtig: Je dicker die Eisschicht, desto höher ist der Energieverbrauch des Tiefkühlschranks. Spätestens, wenn die Schicht einen Zentimeter dick ist, sollten Verbraucher aktiv werden. "Wer das Schmelzen der Eisschicht beschleunigen möchte, kann eine Schüssel mit heißem Wasser in den Gefrierschrank hineinstellen", rät Stefan Nakazi von der Verbraucherzentrale NRW.

Keinesfalls darf man das Eis mit einem scharfen Messer abkratzen. "Dabei besteht die Gefahr, dass die Kühlschlangen verletzt werden und das Gerät kaputt geht", warnt Nakazi. Nach dem Abtauen kann man zum Reinigen unverdünntes Spülmittel sowie Wasser benutzen.

Anzeige

Wie können neue Eisschichten verhindert werden?

Man sollte darauf achten, dass nicht zu viel Feuchtigkeit und Wärme in den Innenraum gelangt. "Also die Türen nicht ständig öffnen und schließen, besonders wenn gerade in der Küche gekocht wird. Und keine warmen Speisen hineinstellen", rät Nakazi.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen