Rasen wächst nicht? Darauf sollten Sie achten

  • Ein saftig grüner Rasen stellt in jedem Garten einen Blickfang dar.
  • Doch was tun, wenn das Gras nicht richtig wächst?
  • Worauf es bei der Rasenpflege ankommt.
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Zu einem schönen und gepflegten Garten zählt für viele ein grüner und dichter Rasen. Löchrige Stellen oder Moos wollen vermieden werden. Ein ungleichmäßiger Rasen kann viele Ursachen haben. Das fängt schon bei der Wahl des Saatguts an. Neben der richtigen Pflege kommt es zudem auf die Bodenbeschaffenheit an. Mit diesen Tipps fördern Sie das Rasenwachstum.

Rasensamen richtig säen

Einer der Hauptgründe für ein schlechtes Wachstum der Rasenfläche ist die Auswahl eines billigen und meist qualitativ schlechten Saatgutes. Aufgrund der minderwertigen Nährstoffe in den Rasensamen kommt es zu einer verzögerten Entwicklung des Rasens. Die Folge: unschöne Lücken im Gartengrün.

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Bei der Aussaat sollte auf eine gleichmäßige Verteilung geachtet werden. Hierfür eignet sich am besten ein Streuwagen. Da es sich bei den Grassamen um sogenannte Lichtkeimer handelt, dürfen diese nicht komplett im Boden des Gartens vergraben werden. Das Saatgut sollte nur ein paar Millimeter tief in der Erde stecken. Zu frei sollten die Samen aber auch nicht liegen, da sie sonst sehr anfällig für Trockenheit sind und von Vögeln aufgepickt werden können.

Vor der Ausstreuung sollte man das Saatgut durchmischen und sich dabei an den Mengenangaben des Herstellers orientieren. Die Aussaat sollte stets an einem windstillen Tag erfolgen.

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Rasenfläche ausreichend bewässern

Gerade im Anfangsstadium des Wachstumsprozesses ist eine regelmäßige Bewässerung wichtig, da die Wurzeln der Samen noch nicht so tief in den Boden ragen. Allerdings droht bei zu häufigem Gießen Staunässe. Abhilfe können eine automatische Bewässerungsanlage oder ein manuell einstellbarer Rasensprenger schaffen. Die besten Zeiten zum Bewässern des Rasens sind morgens und abends.

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Rasen zum richtigen Zeitpunkt säen

Der Rasen wächst am besten bei milden und wärmeren Temperaturen. Im Herbst oder Winter sorgen die kühlen Temperaturen für kaum bis gar kein Wachstum. Eine weitere Ursache ist das immer weniger werdende Tageslicht in der dunklen Jahreshälfte. Wichtig ist, dass die Temperaturen durchgängig über zehn Grad Celsius liegen, darunter stellt der Rasen das Wachstum ein. Zu heiß und trocken sollte es aber auch nicht sein. Sinnvoll ist die Aussaat der Rasensamen daher im Frühling, vor allem im April und Mai. Im Spätsommer (August und September) lohnt sich die Nachsaat.

Schatten vermeiden, Rasen vertikutieren

Die Wahl einer vorteilhaften Umgebung ist für das Wachstum von Grünflächen ebenfalls wichtig. In schattigen Bereichen des Gartens wächst der Rasen nicht besonders gut. Außerdem droht hier Unkraut und Moos die Entwicklung des Rasens zu behindern. Gibt es im Garten viele lichtarme Stellen, bietet es sich an, Schattenrasen einzusetzen. Dieser kann auch mit anderem Saatgut vermischt werden.

Vertikutieren ist für einen gesunden Rasen unumgänglich und hilft auch, wenn schattige Stellen das Moos- und Unkrautwachstum fördern. Durch das Vertikutieren werden diese entfernt und die Graswurzeln bekommen mehr Sauerstoff.

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Der richtige Boden für den Rasen

Der Boden in Ihrem Garten und seine Beschaffenheit hat ebenfalls einen großen Einfluss auf das Wachstum und die Pflege des Rasens. Bei einem zu harten Boden keimt das Saatgut nur sehr schwer. Daher sollte die Erde der Rasenfläche vor dem Aussäen aufgelockert und mit ein wenig Sand vermischt werden.

Nährstoffmangel im Boden lässt sich durch Düngen vermeiden. Welcher Dünger der richtige ist, kann ein ph-Bodentest ermitteln. Dieser zeigt an, ob dem Boden wichtige Nährstoffe wie Kalk fehlen. Doch Vorsicht: unnötiges Düngen lässt den Boden übersäuern, zu viel Kalk beschleunigt das Wachstum von Moos, Klee und Unkraut! Ein optimaler pH-Wert des Rasens liegt zwischen 5,5 und 6. Liegt der Wert darunter, ist Kalken angesagt, liegt er darüber, ist kein Kalk nötig.

Rasen richtig mähen

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Auch auf das richtige Mähen kommt es bei der Rasenpflege an. Der häufigste Fehler ist dabei eine zu tief eingestellte Schnitthöhe und folglich ein zu kurz gemähter Rasen. Das Problem: ein zu niedrig abgemähter Rasen trifft die Blätter und jungen Triebe, die für das Wachstum benötigt werden. Übrig bleiben kahle Rasenstängel und eine „gelbe Wiese“. Gerade im Sommer droht ein zu kurz geschnittener Rasen schneller auszutrocknen.

Sind die Messerblätter des Rasenmähers zu stumpf, können die Grashalme ausfransen. Idealerweise sollten die Schnittkanten der Messer daher mindestens einmal im Jahr nachgeschliffen werden.

Der erste Rasenschnitt des Jahres sollte immer im Frühling durchgeführt werden, wenn die Halme eine Länge von sieben bis acht Zentimetern erreicht haben. Die optimale Schnitthöhe des Rasens liegt je nach Art bei circa vier Zentimetern. Vor dem Mähen sollte der Rasen nicht platt getreten werden.

Rasen im Winter pflegen

Das Rasenwachstum wird im Winter unterbrochen. Die Rasengräser bauchen nämlich ein bestimmte Mindesttemperatur, um die für das Wachstum benötigten Stoffwechselprozesse aufrechtzuerhalten. Dies schwankt je nach Pflanze zwischen fünf und zehn Grad Celsius. Des Weiteren bieten die kurzen Tage mit nur wenig Sonne keine guten Wachstumsbedingungen, da der Rasen viel Licht zum Wachsen braucht.

Um den Rasen im Winter nicht zusätzlich zu beanspruchen, sollte die Rasenfläche möglichst nicht betreten werden, da die gefrorenen Grashalme sonst abbrechen können, was im Frühjahr zu kahlen Stellen auf dem Rasen führt. Hier kann es sich lohnen, Laufbretter zu verlegen, die den Druck gleichmäßig auf den Rasenboden verteilen. Über die Laufbretter kann der Rasen von herabgefallenen Ästen oder Laub freigehalten werden.

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