Pflanzen richtig gießen – so bleibt der Garten grün

  • Wenn die Temperaturen im Frühjahr steigen, ist im Garten Gießen angesagt.
  • Doch welche Uhrzeit eignet sich eigentlich am besten, und wie oft sollte man Pflanzen und Rasen bewässern?
  • Mit diesen Tipps brennt im Garten nichts an.
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Sonne, Hitze, Trockenheit – nicht nur Menschen, auch Pflanzen machen hohe Temperaturen mitunter zu schaffen. Temperaturen von über 30 Grad und längere Trockenperioden können einem Garten massiv schaden. Ausgiebiges Gießen gehört deshalb zu den wichtigsten Aufgaben eines jeden Gärtners im Sommer. Doch schon im Frühjahr sollten Gartenbesitzer mit dem regelmäßigen Bewässern ihres Gartens beginnen.

Gießen und sprengen – zu welcher Uhrzeit und wie oft?

Prinzipiell ist es sinnvoll, morgens zu gießen, bevor die Sonne scheint und die Luft erwärmt. Nicht nur Pflanzen sollten dann gegossen werden, wenn es am kältesten ist, auch der Rasen sollte vorzugsweise in den frühen Morgenstunden gesprengt werden. Das hat den Vorteil, dass das Wasser nicht sofort wieder verdunstet und tief in den Boden eindringen kann.

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Wenn es besonders heiß ist, empfiehlt es sich zudem, Rasen und Pflanzen abends noch einmal zu gießen. Laut Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin sollte man aber nicht zu viel Zeit verstreichen lassen: „Wenn die Pflanzen Durst haben, haben sie Durst.” In solchen Fällen sollte zeitnah gegossen werden, um ein Vertrocknen der Pflanzen zu vermeiden.

Anders verhält es sich bei Rasen und Beetpflanzen. Hier sollte man pro Bewässerungsvorgang mehr gießen, dafür aber seltener. Dadurch wird das Tiefenwachstum der Wurzeln gefördert. Je tiefer die Wurzeln in der Erde verankert sind, desto besser können sich Pflanzen oder Rasen selbst versorgen. Letztlich spart man mit dieser Methode also Wasser.

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Schon ab April kann mit dem regelmäßigen Gießen des Rasens begonnen werden. Bei normalen Wetterbedingungen reicht eine Bewässerung alle drei bis vier Tage aus und sollte noch bis in den September hinein fortgeführt werden.

Garten gießen: Wie viel Wasser ist ausreichend?

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Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht – entscheidend ist, was gegossen wird. Bei Topfpflanzen etwa gilt: nicht zu viel auf einmal. Je trockener die Erde, desto langsamer wird das Wasser aufgenommen. Die meisten Pflanzen vertragen es nicht, wenn sich überschüssiges Wasser anstaut. Dadurch können die Wurzeln verfaulen. Deshalb empfiehlt sich hier, mehrfach in kleineren Mengen mit kurzen Wartezeiten zu gießen.

Wie lange und wie viel gegossen werden muss, hängt auch von der Bodenart ab. Hier gilt: lehmige Böden müssen länger gegossen werden als sandige. Dafür müssen letztere häufiger bewässert werden. Sandige Böden halten das Wasser nämlich nicht so lange wie lehmige.

Als Faustregel gilt: Leichte Böden benötigen 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter, bei festen Böden sind 15 bis 20 Liter Wasser angebracht. Rasen, Sommerblumen und Staudenpflanzen vertragen 10 Liter pro Quadratmeter.

Woher weiß ich, ob ich genug gegossen habe?

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Bei Beet- und Kübelpflanzen empfiehlt sich der Fingertest. Einfach den Finger in die Erde stecken und die Feuchtigkeit überprüfen. Ist die Erde durchgängig feucht, haben Sie ausreichend gegossen. Bei Rasen kommt ein Spaten zum Einsatz. Hier genügt es, einen kleinen Spalt in den Rasen zu stechen und zu überprüfen, wie tief der Rasen durchfeuchtet ist. Für eine optimale Bewässerung sollte die Feuchtigkeit bis zu 15 Zentimeter tief in den Boden reichen. Alternativ kann auch ein Regenmesser benutzt werden.

Wasser bei Hitze nicht direkt auf die Blätter gießen?

Ein weit verbreiteter Glaube besagt, dass Wassertropfen auf den Blättern in der Sonne wie Brenngläser wirken. Statt der gewünschten Abkühlung würden die Pflanzen also eher noch schneller verbrennen. Laut Van Groeningen eine übertriebene Befürchtung. „Den meisten Pflanzen macht das nichts aus.” Lediglich Gewächse mit wolligen und filzigen Blättern litten darunter. Diese seien speziell an die Trockenheit angepasst. Empfehlenswert ist das Gießen von oben aber trotzdem nicht, wie die Pflanzenexpertin weiß. Statt verbrannter Blätter fördere man so nämlich die Bildung von Pilzschädlingen.

RND/pf mit dpa

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