Gartenpflege bei Minusgraden: So überwintert der Oleander

  • Oleander vertragen zwar leichten Frost, doch bei anhaltenden Minusgraden wird es auch ihnen zu kalt und die Pflanze muss gut geschützt werden.
  • Idealerweise sollte sie dick eingepackt im Freien oder in kühlen und hellen Räumen stehen.
  • Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Oleander am besten durch den Winter bringen.
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Hannover. Der Oleander, auch Rosenlorbeer genannt, ist hierzulande eine beliebte Kübelpflanze. Mit seinen rosafarbenen oder weißen Blüten zaubert er ein mediterranes Flair auf die Terrasse, den Balkon oder in den Garten. Der aus dem Mittelmeerraum stammende Zierstrauch hält leichte Fröste und Temperaturen bis minus fünf Grad aus, so kann er noch bis in den frühen Winter problemlos draußen stehen bleiben. Doch auch dem robustesten Oleander wird es irgendwann zu kalt – dann wird es Zeit für die richtige Winterpflege.

Der ideale Standort: Kalt und hell

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Das Gartenmagazin „Mein schöner Garten“ informiert, wie die Überwinterung am besten funktioniert. Zunächst komme es auf den Standort an: Ein kühler Wintergarten, ein unbeheiztes Gewächshaus (Kalthaus) oder ein Kellerraum – idealerweise mit Fenstern – sind demnach ideale Quartiere. Denn der Oleander mag es auch im Winter hell bei Temperaturen zwischen zwei und zehn Grad Celsius. Als Faustregel gelte: Je dunkler das Winterquartier ist, desto niedriger muss die Temperatur im Raum sein.

Das Winterquartier sollte außerdem gut belüftet sein, darüber hinaus empfiehlt es sich, einmal pro Woche nach der Pflanze zu schauen, um bei einem Schädlingsbefall schnell reagieren zu können. Gegossen wird nur sparsam. Wichtig ist, dass der Ballen nicht vollkommen austrocknet.

So wird der Oleander umgetopft

Ist der richtige Standort gefunden, geht es an das Umtopfen. Die Dokureihe „Gartenkult“ erklärt im Video Schritt für Schritt, wie das funktioniert. Zunächst wird ein Kübel mit Tonscherben und einem Wintervlies ausgelegt, um die Pflanze vor Staunässe und Kälte zu schützen. Vor dem Umzug in den Kübel, sollte der Oleander von verwelkten Ästen und Zweigen befreit und die Erde vorsichtig vom Wurzelballen abgeklopft werden. Der gesäuberte Oleander wird in den Winterkübel gestellt und locker mit Erde bedeckt, fertig!

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Der Oleander muss zum Überwintern nicht geschnitten werden. Schnittmaßnahmen erfolgen erst, wenn der Oleander im Frühjahr wieder nach draußen umzieht.

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Im Freien überwintern

Bei einem milden Winter kann der Oleander auch draußen überwintern. Der Onlineratgeber Das Garten-Lexikon rät, die Pflanze dazu dicht an das Haus zu stellen, wo sie vor Wind, Regen und Schnee geschützt ist. Der Kübel sollte außerdem auf einem Untersatz aus Styropor stehen und mit mehreren Lagen Noppenfolie und abschließend mit einer Kokosmatte eingewickelt werden. Die Zweige werden mit einem Vlies eingehüllt, der am Wurzelhals verschlossen ist, damit keine kalte Luft an die Zweige kommen kann. Auch im Freien wird der Oleander nur wenig gegossen.

Wer mehrere Pflanzen zum Überwintern draußen hat, kann diese eng zusammenstellen – so schützen sie sich gegenseitig vor Kälte. Sollte der Wetterbericht jedoch mehrere frostige Nächte ansagen, muss der Oleander vorsichtshalber in der Garage oder, wie oben beschrieben, untergestellt werden. Einen zu starken Temperaturwechsel, beispielsweise vom Freien ins warme Wohnzimmer, verträgt die Pflanze allerdings nicht.

Das Garten-Lexikon rät außerdem, dem Oleander drei Monate Wachstumsruhe zu gönnen. Wenn diese Phase vorbei ist und die Temperaturen ab März wieder milder werden, kann der Oleander draußen den Frühling einläuten.

RND/Alice Mecke

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