Obstbäume am besten im Winter zurückschneiden

  • Wenn die Obstbäume kein Laub mehr tragen, ist der beste Zeitpunkt, um sie zurückzuschneiden.
  • Damit sie im Frühjahr gut austreiben können, müssen Hobbygärtner ein paar Hinweise beachten.
  • Ein Winterschnitt ratsam, weil er das Wachstum der Triebe fördert.
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Neustadt/Weinstraße. Bei vielen Obstbäumen ist ein Winterschnitt ratsam, denn er fördert das Wachstum der Triebe. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz gibt Tipps, wie Hobbygärtner dabei am besten vorgehen sollten.

Zunächst sollte man die Form des Obstbaumes betrachten, raten die Experten. Angestrebt ist in der Regel eine gedachte Pyramide. Obstbäume brauchen auf jeden Fall einen dominanten Mitteltrieb. Am besten geht man beim Schnitt von oben nach unten vor – also zunächst die konkurrierenden Triebe in der Spitze entfernen. Später dann Äste wegschneiden, die zu tief stehen.

Baumgröße bestimmt die Stärke des Schnitts

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Die Experten raten, besser wenige, größere Eingriffe vorzunehmen, als viele kleine Schnitte zu machen. Je stärker der Schnitt, umso besser fällt bei Obstbäumen im kommenden Jahr die Fruchtgröße aus. Kleinwüchsige Sorten sollte man also besser kräftiger schneiden. Um möglichst viele Früchte zu bekommen, sollte der Schnitt bei großwüchsigen Fruchtsorten hingegen weniger stark ausfallen. Bei Hochstämmen kann man mit einer Teleskopsäge oder -schere vom Boden aus arbeiten und so die Sicherheit erhöhen. Dann unbedingt an den Schutz der Augen und des Kopfes denken.

Bäume, Hecken und Sträucher nur bis zum 29. Februar zurückschneiden

In jedem Fall gilt: Es darf draußen nicht zu kalt sein. Denn bei stärkeren Frösten besteht die Gefahr, dass in offenen Wunden Schäden am Holz entstehen. Generell darf man nur noch bis zum 29. Februar Bäume, Hecken und Sträucher radikal zurückschneiden oder ganz entfernen, gibt das Bundesnaturschutzgesetz vor. Das Verbot, das jedes Jahr am 1. Oktober endet, soll Tiere schützen.

RND/dpa